Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
Karfreitag: WWF empfiehlt Bio-Fisch aus Österreich
Wien, am 17. April 2019. Am Karfreitag kommt traditionell Fisch auf den Tisch. 33 Prozent der weltweiten Fischbestände sind jedoch überfischt und weitere 60 Prozent bis an nachhaltige Grenzen befischt. Unter leeren Meeren leiden vor allem Menschen in Entwicklungsländern, die in hohem Maße von Fisch als Protein- und Einkommensquelle abhängig sind. „Fischgenuss mit gutem Gewissen ist dennoch möglich“, sagt WWF-Meeresexperte Axel Hein und empfiehlt: „Der Konsum von heimischem Fisch entlastet die Meere und ist aus ökologischer Sicht die beste Wahl. Auch Qualität, Frische und kurze Transportwege machen Bio-Forelle, -Saibling oder -Karpfen aus Österreich unschlagbar.“
Österreich deckt den Bedarf nur zu fünf Prozent aus heimischer Produktion. Meeresfisch ist derart beliebt, dass 95 Prozent des Fischs importiert werden. Problematisch ist jener Anteil davon, der aus überfischten Beständen stammt und den ärmsten Regionen der Welt die Lebensgrundlage entzieht. „Für mehr als 3 Milliarden Menschen ist Fisch die wichtigste und oft unersetzbare tierische Proteinquelle. Jedem zehnten Menschen sichert Fischerei direkt oder indirekt ein Einkommen“, verweist Hein auf die soziale Dimension des Meeresraubbaus, der wesentlich durch europäisches Konsumverhalten befeuert wird. Europa ist der weltweit größte Markt für und Importeur von Fisch- und Meeresfrüchten.
„Wer auf Meeresfisch nicht verzichten will, soll MSC-zertifizierten Produkten den Vorzug gegenüber konventionellen geben“, appelliert Hein. Bio- und ASC-Siegel kennzeichnen nachhaltigen Zuchtfisch. Nicht-zertifizierte Fische und Meeresfrüchte bewertet der WWF Fischratgeber nach dem einfachen Ampelsystem. Der Fischratgeber ist auf dem Smartphone beim Einkauf schnell bei der Hand. „Jeder und jedem ist es damit möglich, nachhaltigen Fisch zu wählen, um Meeren und davon abhängigen Menschen etwas Gutes zu tun“, schließt Hein.
WWF Fischratgeber: www.wwf.at/fischratgeber
Rückfragehinweis:
Mag. Florian Kozák
Pressesprecher WWF Österreich
+43 676 83 488 276
florian.kozak@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert













