Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Kein Aprilscherz: Braunbär “Toni” in Tirol eingewandert
Wien, am 1. 4. 2009 – Anders als die Kurzbesucher aus dem Trentino der vergangen Jahre – wie die Bärin Vida, JJ1 alias Bruno oder sein Bruder JJ2 – ist nunmehr der erste Bär in Tirol dabei, in seiner alten Heimat wieder nachhaltig Fuß zu fassen. “Toni”, wie der WWF den Einwanderer liebevoll nennt, hat bereits im Hinteren Stubaital in der Nähe von Innsbruck seine Winterruhe verbracht. Er ist somit der einzige Bär seit 100 Jahren, der in Tirol überwintert hat. “Dass sich der Bär ganz offensichtlich bei uns in Tirol wohl fühlt, zeigt die hervorragende Eignung vor allem der Tiroler Berggebiete als Bärenlebensraum”, erklärt Christoph Walder, WWF-Bärenprojektleiter.
Es ist möglich, dass “Toni” die gesamte Saison im Tiroler Zentralalpenraum bleiben wird. “Der Bär gehörte Jahrhundert lang zu den typischen Wildtieren Tirols. Wir appellieren an die Tiroler, diesem Bären nun seine verdiente Chance zu geben, wieder dauerhaft in Tirol heimisch zu werden!”, so der WWF.
Die Überwinterung des Bären “Toni” in Tirol wertet der WWF als Zeichen dafür, dass die aus dem italienischen Trentino stammenden Bären nicht nur als regelmäßige Besucher bei uns auftauchen, sondern in Tirol wieder zum Standwild werden.
Umso wichtiger ist es, dass das Land Tirol nun in umfassender Weise alle Aufgaben gemäß des Österreichischen Bärenmanagementplanes umsetzt. Dazu gehören vor allem die andauernde Information, die gezielte Aufklärungsarbeit und die ernst gemeinte Einbindung aller Betroffenen in enger Zusammenarbeit mit den Bärenanwälten und Wildtierexperten. In einem entsprechenden Bärenmonitoring können die Wege und das Wohlergehen des Bären dauerhaft überwacht werden.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01 / 488 17 – 250
Christoph Walder, WWF-Projektleiter Braunbär, Tel. 0676/925 54 30
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen
WWF: Österreich legt lückenhaften Renaturierungsplan vor
Naturschutzorganisation fordert Nachschärfungen mit verbindlichen Maßnahmen, Fristen und Budgets – Bestehende Programme reichen nicht für Schutz vor Hitze und Dürre
646 Hitzetote: WWF fordert Klima- und Naturschutzpaket
Umweltschutzorganisation für „Hitze-Milliarde“, mehr Renaturierung und wirksamen Klimaschutz – Natürliche Schutzmaßnahmen verstärken
WWF-Auswertung: 39 große Alpenspeicher im Nahbereich von Permafrost
Steigende Klimarisiken erfordern mehr Transparenz und Vorsorge – Minister Totschnig soll bis Jahresende Klima-Sicherheitsbericht vorlegen – Stopp für riskanten Kaunertal-Ausbau gefordert
Rechenzentrum Stetten: WWF fordert Stopp der Umwidmung auf der grünen Wiese
4,3 Hektar Ackerfläche sollen zu Bauland werden – Naturschutzorganisation verlangt Prüfung von Brachflächen und Offenlegung aller Umweltfolgen
WWF zu CO₂-Speicherung: CCS nur für unvermeidbare Restemissionen
Umweltschutzorganisation warnt vor Freibrief für fossile Geschäftsmodelle – Vorrang für Emissionsvermeidung – Strenge Grenzen bei geplanter Öffnung für CO₂-Speicherung
Finale bei Österreichs Flusswahl: Noch bis 1. September abstimmen
Neun Flüsse aus allen Bundesländern stehen zur Wahl – Extreme Trockenheit und Hitze setzen Gewässer und Fische unter Druck – WWF ruft zu starkem Zeichen für lebendige Flüsse auf
WWF-Erfolg: Brutflöße sorgen für Jungvogel-Boom an der March
Der WWF baut und renoviert künstliche Brutplätze für die Zugvögel. Nun können wir eine positive Bilanz ziehen: Im Gebiet gibt es so viele Jungvögel, wie seit Jahren nicht mehr!











