Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Klimaschutz im Schlaf: Rogner Bad Blumau und WWF starten Kooperation
Wien/Blumau, 9. Mai 2008 – Heute fällt der Startschuss für die gemeinsame Klimaschutzoffensive des Rogner Bad Blumau und des WWF. Mit jedem gebuchten Zimmer unterstützt das Rogner Bad Blumau ein internationales WWF-Projekt für die Rettung des Amazonasregenwaldes gegen den Klimawandel. Innerhalb eines Jahres sollen 50.000 Hektar Regenwald so geschützt werden. Die Kooperation mit dem WWF ist Teil eines ganzheitlichen Klimaschwerpunkts des Rogner Bad Blumau.
Das Rogner Bad Blumau orientiert sich seit seinem Bestehen an der Philosophie von Friedensreich Hundertwasser: „Ein Leben im Einklang mit der Natur". Die hauseigene Geothermieanlage versorgt das Rogner Bad Blumau mit Ökoenergie und spart dadurch jedes Jahr 4 Millionen Kilogramm CO2. Dies hat denselben Klimaschutzeffekt wie wenn 2.700 PKW jährlich weniger auf unseren Straßen betrieben werden.
2008 geht das Rogner Bad Blumau noch einen Schritt weiter und unterstützt ein internationales WWF-Projekt für die Rettung des Amazonasregenwaldes gegen den Klimawandel. Mit jedem gebuchten Zimmer gehen pro Nacht 0,60 Euro an das WWF-Projekt zum Schutz des Amazonasregenwaldes. Damit kann eine Fläche von rund einem Fußballfeld (1/2 Hektar) für ein Jahr unter Schutz gestellt werden. Das Rogner Bad Blumau unterstützt den WWF so im Aufbau und der nachhaltigen Sicherung eines 500.000 Quadratkilometer großen Netzwerks an Schutzgebieten im Regenwald Brasiliens. Klimaschutz im Schlaf also!
Nachhaltige Partnerschaft
Die Zusammenarbeit des WWF mit Industrie und Wirtschaft hat Tradition. „Mit dieser Kooperation erwarten wir uns einen kräftigen Impuls für unser internationales Programm zum Schutz des Amazonas“, so DI Dr. Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich. „Die Zusammenarbeit mit verantwortungsvollen Wirtschaftspartnern, die sich für die Reduzierung von Treibhausgasen stark machen, ist dringend notwendig für einen wirksamen weltweiten Klimaschutz“.
„Nach sorgfältiger Prüfung aller Klimaschutzprogramme war es für mich klar, den Klimaschutz auch global zu betrachten. An der Wurzel unserer Klimaküche, dem Amazonasregenwald, möchten wir gemeinsam mit dem WWF einen Beitrag für uns alle leisten, “ bekräftigt KR Robert Rogner.
Rogner Bad Blumau ist klimafit
Die Geothermieanlage des Rogner Bad Blumau gilt als Vorzeigeprojekt – nicht nur in Europa sondern auch weltweit. Mit der sinnvollen und umweltschonenden Energienutzung wird eine Vorreiterrolle für Umweltbewusstsein und Klimaschutz eingenommen.
Bei der Bohrung der Vulkania-Quelle kommt 107 Grad heißes Wasser an die Oberfläche. Die Schüttung beträgt 23 Liter pro Sekunde (in 24 Stunden werden rund 2.000 Kubikmeter gefördert). Das Wasser wird zuerst zur Stromerzeugung (190 KW pro Stunde im Jahresschnitt) genutzt. Danach fließt es zur Energiezentrale, wo sich der Wärmetauscher des Rogner Bad Blumau befindet. Am Ende wird es wieder in die Erde zurück gepumpt. Nach der Stromerzeugung hat das Vulkania-Wasser noch 85 Grad. Dies reicht aus, um selbst bei einer Außentemperatur von 20 Grad unter Null die gesamte Anlage des Rogner Bad Blumau mit der Wärme des Wassers zu beheizen und spart so in der kalten Jahreszeit rund 6.800 Liter Heizöl pro Tag.
Regenwaldschutz ist Klimaschutz
Der WWF setzt sich seit mehr als 40 Jahren aktiv für Nachhaltigkeit und Artenvielfalt ein. Das Regenwaldprojekt zum Schutz des Amazonas ist das größte Naturschutzprojekt der Welt. Gemeinsam mit der brasilianischen Regierung und internationalen Organisationen arbeitet die Naturschutzorganisation am so genannten ARPA-Schutzgürtel (Amazon Region Protected Area Programme). Damit wird in Brasilien ein zusammenhängendes Netzwerk von Schutzgebieten gegen die aus Süden und Osten fortschreitende Entwaldungsfront geschaffen. Bis 2012 soll der Schutzgürtel eine halbe Million Quadratkilometer umfassen. „Zum ersten Mal gibt es die Chance auf eine wirksame Rettung des Amazonaswaldes, vielleicht aber auch zum letzten Mal“, warnt Aichberger. „Denn wenn die Abholzung so voranschreitet wie bisher, sind bis zur Mitte des Jahrhunderts mehr als 40 Prozent des Regenwalds für immer verloren. Das hätte katastrophale Auswirkungen auf den gesamten Planeten.“ Der Amazonasregenwald ist nicht nur eine Schatzkammer der Artenvielfalt, er beeinflusst auch das Klima der ganzen Welt. Die Zerstörung der tropischen Wälder ist schon jetzt für knapp ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.
Doppelter Klimaschutz
Mit einem Urlaub im Rogner Bad Blumau entspannen sich die Gäste nicht nur in einem Haus das auf Nachhaltigkeit setzt. Jede Übernachtung sichert zusätzlich Regenwaldflächen und trägt somit doppelt zur Senkung des CO2-Ausstoßes der Erde bei.
Die Regenwälder brauchen unseren Schutz heute notwendiger denn je. In seiner Verantwortung als Leitbetrieb ist das klimafreundliche Rogner Bad Blumau Informationsplattform und schafft Bewusstsein bei Mitarbeitern, Gästen, Partnern und der Bevölkerung. Die nachhaltige Partnerschaft zwischen Rogner Bad Blumau und WWF soll daher nicht nur jährlich verlängert werden, sondern auch stetig wachsen.
Weitere Informationen:
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF Pressesprecherin,
Tel. : +43(0) 1 488 17 215
Mag. Christian Cijan, Pressesprecher Rogner Bad Blumau,
Tel.: +43(0)664 234 32 67
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
Google-Rechenzentrum wird größer: WWF fordert strenge Umweltauflagen
Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung













