Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Klimastreik: WWF fordert Zustimmung Österreichs zum EU-Renaturierungsgesetz
Beim heutigen Klimastreik in Wien hat die Umweltschutzorganisation WWF Österreich einen “politischen Schulterschluss” für das wegweisende EU-Renaturierungsgesetz gefordert. “Naturschutz ist Klimaschutz. Daher braucht es jetzt eine Allianz der Willigen, um das aktuelle Patt zwischen Bund und Ländern aufzulösen”, sagte WWF-Biodiversitätssprecher Joschka Brangs in seiner Rede. Daher müssten insbesondere der Wiener Bürgermeister und die Klimaschutzministerin in raschen persönlichen Gesprächen klären, was es jetzt noch für eine Zustimmung Österreichs braucht. “Politisch und inhaltlich ist die einheitliche Länder-Stellungnahme längst überholt. Deshalb sollte jetzt vor allem Wien als progressive Kraft die notwendigen weiteren Schritte gehen”, forderte Brangs eine klare Position gegen das bisherige Länder-Veto, das sich auf einen veralteten Entwurf bezieht.
In seiner Rede zählte der WWF-Biodiversitätssprecher die vielen Vorteile des geplanten Fortschritts auf: “Intakte Ökosysteme sind unsere wichtigsten Verbündeten. Das Gesetz würde auch die Ernährungssicherheit langfristig stärken und wäre eine Rundum-Lösung für viele Probleme. Fachlich und wissenschaftlich spricht alles dafür”, sagte Joschka Brangs. “Gerade ein Land wie Österreich würde massiv davon profitieren, wenn wir zerstörte Natur wiederherstellen – anstatt weiter ungebremst zu versiegeln”, sagte Brangs unter Verweis auf den hohen Bodenverbrauch, der fünf Mal höher ist als das Ziel der Politik.
Zugleich warnte der WWF-Experte vor dem Scheitern des Gesetzes: „Das wäre nicht nur völlig verantwortungslos, sondern auch ein großer Verlust und Schaden für Österreich und Europa”, bekräftigte Joschka Brangs. “Die Kosten des Nicht-Handelns gehen in die Milliarden. Jeder weitere verlorene Tag schadet der Natur, schadet der Wirtschaft, schadet uns allen”, sagte Brangs. Laut einer market-Umfrage stimmen 76 Prozent der Aussage zu, dass die österreichische Politik “mehr dafür unternehmen muss, zerstörte Natur wiederherzustellen”. Ebenfalls drei Viertel der Befragten fordern dafür “verbindliche Ziele”
Der WWF-Faktencheck zum geplanten EU-Renaturierungsgesetz ist auf der WWF-Website abrufbar.
News
Aktuelle Beiträge
WWF: Über 1,25 Millionen Stimmen gegen Abbau des EU-Naturschutzes
Umwelt-Allianz übergibt Petition heute an EU-Umweltkommissarin Roswall – WWF fordert Erhalt zentraler Schutzgesetze und klare Position der Bundesregierung
WWF zu Klimaschäden: Bundesregierung muss Klimaschutz und Vorsorge stärken
Studie der Uni Graz zeigt steigende Kosten des Nicht-Handelns – WWF fordert verbindliche Klimaziele, Abbau klimaschädlicher Förderungen und mehr natürlichen Schutz vor Extremwetter
Niederösterreich: WWF plant Rückbau von sechs Flussbarrieren
Rund 24 Kilometer von Fugnitz und Fellingbach sollen für Fische wieder durchgängig werden: WWF-Projekt stärkt wertvolle Lebensräume im Thayatal
Waldbrände auf Borneo: WWF fordert Soforthilfe für Orang-Utans
Feuer und Rauch bedrohen Menschenaffen – Zerstörte Wälder verschärfen Nahrungsmangel – Regierungen sollen bei Weltnaturkonferenz Mittel für Rettung und Waldschutz zusagen
Bagger am Pitztaler Gletscher: WWF fordert strengeren Gletscherschutz
Naturschutzorganisation warnt vor immer neuen Eingriffen durch Gletscherschwund – Land Tirol soll Ausnahmen einschränken und verbindliche Ausbaugrenzen festlegen
Good News: Finn ist neuer WWF-Naturschutzhund
Der 5-jährige Rüde hilft mit seiner Spürnase dabei, Fälle von Wildtierkriminalität aufzudecken. Er gilt als besonders ausgeglichen und arbeitsfreudig.
Neuer WWF-Spürhund Finn soll illegale Wildtiertötungen aufdecken
Schäferhund-Mischling unterstützt Polizei-Ermittlungen durch Suche nach Tierkadavern und Giftködern – Einsätze vor allem in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark
WWF-Analyse: Zu wenig Bodenschutz bei neuen Betriebsgebieten
Bodenschutz bei Betriebsgebieten: Alle neun Bundesländer fallen im WWF-Check durch – Täglich fast zwei Fußballfelder zusätzlich beansprucht – WWF fordert Ende des Wildwuchses – LÄNDER-ZEUGNIS im Detail









