Feuchtgebiete in der Klimakrise immer wichtiger – Kraftwerkspläne bedrohen einzigartiges, hochalpines Moor – WWF fordert Schutz intakter Moore für wertvollen Wasserrückhalt
Klimastreik: WWF Österreich fordert ökologischen Wiederaufbau
Wien, am 24. April 2020. Anlässlich des fünften globalen Klimastreiks fordert die Umweltschutzorganisation WWF Österreich einen ökologischen Wiederaufbau der Wirtschaft. „Nach der akuten Nothilfe gegen die Pandemie muss die Bundesregierung alle Konjunkturpakte öko-sozial, klimafit und naturverträglich gestalten“, fordert WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. „Die Klimakrise und der Verlust der Biodiversität machen auch während der Pandemie keine Pause. Daher muss die Politik den Kampf gegen die Erderhitzung endlich zur Priorität machen, sonst schlittern wir von einer Katastrophe in die nächste. Wir müssen uns auf allen Ebenen klimagerecht und naturverträglich ausrichten, um als Gesellschaft langfristig krisensicher zu sein,“ sagt Plattner. „Ein öko-sozialer Wiederaufbau bringt eine mehrfache Dividende: Wer in den Schutz von Klima und Umwelt investiert, erhöht die Lebensqualität, schafft sichere Arbeitsplätze und stimuliert die Wirtschaft.“
Der WWF fordert von der Bundesregierung die richtigen Prioritäten ein: „Wir müssen zuerst umweltschädliche Subventionen abbauen und das Steuersystem komplett ökologisieren, damit sich umweltfreundliches Handeln und Investieren auszahlt. Parallel dazu braucht es eine große Energiespar-Offensive und einen konsequent naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer Energien“, fordert WWF-Klimasprecherin Lisa Plattner. „Klima- und Naturschutz müssen gemeinsam gedacht werden. Daher muss auch der notwendige Erneuerbaren-Ausbau mit verpflichtenden Naturschutz-Kriterien erfolgen, damit es keine unerwünschten Nebeneffekte gibt“, sagt Plattner mit Blick auf das von Umweltministerin Leonore Gewessler verfolgte Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz.
Weitere Maßnahmen umfassen insbesondere eine zusätzliche jährliche Klimaschutz-Milliarde und eine Mobilitätswende, die an den Wurzeln der Probleme ansetzt – vom Öffi-Ausbau über eine Rad-Offensive bis zur Umstellung auf emissionsfreie Fahrzeuge und der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. „Nur wenn alle Maßnahmen gut ineinander greifen, können wir die Corona-Krise bewältigen und gleichzeitig die Weichen dafür stellen, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden,“ bekräftigt Plattner.
Rückfragen und Kontakt
Mag.a (FH) Julia Preinerstorfer, MA, WWF-Pressesprecherin, Mobil: +43 676 834 88 240 E-Mail: julia.preinerstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Ranking: Kein Bundesland schützt Böden ausreichend
Naturschutzorganisation analysiert Bodenpolitik der Bundesländer – Salzburg an der Spitze, aber nur „lückenhaft“ – Kärnten und Oberösterreich Schlusslichter – Mehr als die Hälfte der 99 Teilbewertungen im neuen WWF-Bodenreport kritisch oder ungenügend
Countdown für Renaturierungspläne: WWF fordert rasche Fertigstellung und Veröffentlichung
Zwei Wochen vor EU-Deadline noch immer kein Gesamtentwurf vorliegend – Historische Dürre zeigt Notwendigkeit von Renaturierung – Umweltminister und Bundesländer in der Pflicht
Klimakrise trifft verbaute Flüsse besonders hart: WWF fordert Renaturierung zum Schutz seltener Huchen
Fehlender Wasserrückhalt verschärft Austrocknung – Kleinwasserkraftwerke behindern Fischwanderung – WWF fordert mehr Renaturierung zum Erhalt der gefährdeten Huchen in der Pielach
WWF-Erfolg: 20 Sambars in thailändischem Nationalpark freigelassen
20 Tiere, ein Nationalpark und ein großes Ziel: Die Natur wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Im Nationalpark Mae Wong wurden erfolgreich Sambars freigelassen.
WWF und ÖKOBÜRO gewinnen Artenschutzverfahren am Verwaltungsgerichtshof
Höchstgericht bestätigt fehlende Rechtskonformität von Abschuss-Verordnungen für geschützte Tierarten – Ende der pauschalen Tötungen gefordert
WWF: Klimakrise stellt Budget auf Belastungsprobe
Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
Elefanten in der Klimakrise: WWF warnt vor “gefährlichem Cocktail” für Dickhäuter
Dürre, Hitze und extreme Niederschläge verändern den Lebensraum von Elefanten massiv – Suche nach Wasser und Futter zunehmend erschwert – WWF fordert verstärkte Schutzmaßnahmen
Ein Drittel des Tiroler Wolfsbestandes abgeschossen: WWF kritisiert Management des Landes scharf
2026 bereits zehn Wölfe in Tirol getötet – Naturschutzorganisation fordert Ende von Abschüssen als Standardlösung: „Wild sein ist kein Verbrechen“













