EU-Kommission kündigt Überprüfung zentraler Naturschutz-Richtlinien für 2027 an – WWF warnt vor leichteren Abschüssen und mehr Eingriffen in Schutzgebiete – „Wild sein ist kein Verbrechen“
Konfliktlösung beim Thema große Beutegreifer nur im gemeinsamen Dialog
Wien, 10. November 2017: Die Umweltorganisation WWF verleiht der Hoffnung Ausdruck, dass nach den jüngsten Ankündigungen der österreichischen Jägerschaft nun auch Taten folgen. An den Aussagen „den Nichtjägern auf Augenhöhe begegnen und deren Denkweise respektieren“ wird die Jägerschaft künftig gemessen. „Wenn aus dieser Charta ein forcierter und intensivierter Dialog mit den NGOs entsteht, dann ist das zu begrüßen“, so Christoph Walder, Bereichsleiter Naturschutz beim WWF Österreich.
Ein konkreter Schritt zu einer neuen Form des Dialoges wäre aus der Sicht des WWF etwa die regelmäßige Einladung der NGOs zu den Konferenzen der Landesjägermeister. „Fakt ist, in der Vergangenheit wurde das Thema große Beutegreifer auf einer meist polemischen Ebene geführt. Mit der Charta besteht eine seriöse Chance, hier einen neuen Weg einzuschlagen und eine gemeinsame Konfliktlösung zu generieren“, so Walder, der sich vor diesem thematischen Hintergrund abschließend dafür ausspricht, „dass auch unbedingt eine gemeinsame Initiative zur Ökologisierung der Landwirtschaft zu entwickeln ist, damit das Niederwild bzw. die gesamte Biodiversität wieder eine verstärkte positive Entwicklung nehmen kann“.
Rückfragehinweis:
Gerhard Auer, WWF-Pressesprecher, Tel. 0676/83 488 231, E-Mail: gerhard.auer@wwf.at
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