Lebensministerium und Zotter ermöglichen Waldstück in Laos

24. Februar 2012 | Presse-Aussendung

Wien, 24. 2. 2012 – Ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt von Lebensministerium, der Schokolademanufaktur Zotter, dem WWF und den Österreichischen Bundesforsten ermöglicht die Aufforstung des Nationalparks Xe Pian in Laos mit exakt 202.374 Bäumen. Genau so viele Schokoladen mit dem passenden Namen „Ein Waldstück“ wurden 2011, dem internationalen Jahr des Waldes, verkauft. „Mit diesem Projekt hat Österreich […]

Wien, 24. 2. 2012 – Ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt von Lebensministerium, der Schokolademanufaktur Zotter, dem WWF und den Österreichischen Bundesforsten ermöglicht die Aufforstung des Nationalparks Xe Pian in Laos mit exakt 202.374 Bäumen. Genau so viele Schokoladen mit dem passenden Namen „Ein Waldstück“ wurden 2011, dem internationalen Jahr des Waldes, verkauft.

„Mit diesem Projekt hat Österreich im internationalen Jahr des Waldes – neben zahlreichen nationalen Projekten – auch seine internationale Verantwortung wahrgenommen. Gemeinsam mit Zotter unterstützen wir im Lebensministerium ein Tropenwaldprojekt der Österreichischen Bundesforste und des WWF in Laos“, berichtet Umwelt-, Land- und Forstwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich. „Das Projekt ist einzigartig. Weltweit gibt es kein vergleichbares Beispiel für eine derart erfolgreiche Kooperation zwischen der Politik, Wirtschaft und NGOs“, so Berlakovich zu der außergewöhnlichen Aktion. „Das ursprünglich gesetzte Ziel wurde weit übertroffen. Das zeigt, dass auch die Österreicherinnen und Österreicher das Projekt unterstützt und beitragen haben der Entwaldung von Tropenwäldern entgegenzuwirken. Außerdem haben wir die Schokolade bei internationalen Konferenzen eingesetzt und dafür großen Zuspruch erhalten.“

„Waldstück-Bäume schlagen Wurzeln im Nationalpark von Xe Pian und in unserem Bewusstsein. Die Bäume sind ein lebendiges Zeichen für unsere Verantwortung – die Verantwortung und das Umweltbewusstsein von Politik, NGOs, Unternehmen, Kunden und den Einheimischen in Laos. Es hat sich gezeigt, dass wir gemeinsam sehr viel bewegen können. Ich hoffe, dass dieses Umweltbewusstsein wie die jungen Bäume wachsen und die Zukunft grüner macht“, steht Josef Zotter der Aktion sehr positiv gegenüber.

Xe Pian ist größtes Schutzgebiet in Südlaos

Laos ist eines der südostasiatischen Länder, das noch die größten, zusammenhängenden Waldgebiete aufweist. Etwa 40 Prozent der insgesamt 236.800 km2 Fläche sind von Wald bedeckt. 1992 waren es noch fast 50 Prozent. Das Projektgebiet Xe Pian umfasst 240.000 Hektar und ist das größte Schutzgebiet in Südlaos. Schon 1993 wurde Xe Pian offiziell als Schutzgebiet ausgewiesen. Doch fehlende finanzielle Mittel und ein Mangel an personellen Ressourcen machten ein starkes und nachhaltiges Schutzgebietsmanagement beinahe unmöglich. Die Folge: die Zerstörung und Ausbeutung der Wälder ging unaufhaltsam weiter und bis heute ist die Situation höchst kritisch.

WWF: Waldschutz ist der effektivste Klimaschutz

„Der WWF betreibt derzeit 300 Waldschutz-Projekte in knapp 90 Ländern. Waldschutz ist der effektivste Klimaschutz, denn ein Siebtel der Treibhausgase sind auf die Zerstörung unserer Wälder zurückzuführen. Uns geht es vor allem darum gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung lebende Wälder zu erhalten – nicht nur für den Klimaschutz sondern als wichtige Lebensgrundlage. Das funktioniert am besten, wenn NGOs wie der WWF mit öffentlichen Stellen und der Wirtschaft zusammenarbeiten“, sagt WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger

Georg Schöppl, Finanz- und Immobilienvorstand der Österreichischen Bundesforste AG, ergänzt abschließend: „Klimaschutz ist für die Bundesforste eine zentrale Überlebensfrage. Denn kein Großunternehmen ist in Österreich stärker vom Klimawandel betroffen als die Bundesforste. Daher ist es uns wichtig uns in Österreich aber auch international in Sachen Klimaschutz zu engagieren. Unsere Consulting-Unit leistet hier wichtige Aufbauarbeit von Südosteuropa über Afrika bis zum asiatischen Raum.“

Rückfragehinweis:
Lebensministerium, Pressestelle, Tel.: (+43-1) 71100 6963

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