Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
Lebensraum und Sicherheit an der Oberen Traun:
Bad Ischl, am 15. Juni 2010 – Dieser Tage haben die PartnerInnen des Projekts Flussraumbetreuung Obere Traun die wichtigsten Renaturierungen gemeinsam besichtigt und insgesamt 50 interessierten TeilnehmerInnen vorgestellt. Sieben von acht Traun-Gemeinden, darunter die Bürgermeister von Bad Aussee, Bad Goisern und Pichl-Kainisch waren mit dabei. "Unser Ziel ist es, Lebensräume so attraktiv wie möglich zu gestalten, die Ökologie in den Mittelpunkt zu rücken und uns für die Sicherheit der Bevölkerung vor Hochwasser einzusetzen. An der Traun gelingt uns das mit vorbildlichen Revitalisierungsprojekten und einer intensiven Einbindung der Öffentlichkeit hervorragend," so Umweltminister Niki Berlakovich.
Das bisher größte Rückbau-Projekt an der Oberen Traun in Oberösterreich ist das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt der Lahnsteinau. In der Steiermark sind die Wiederanbindungen dreier abgeschnittener Alarme bei Pichl-Kainisch an die Riedlbachtraun und die komplette Renaturierung des Toplitzbaches beispielhafte Maßnahmen. „Unser Ansatz, die Traun ganzheitlich zu betrachten, und gemeinsam neue Wege im Flussschutz zu gehen, ist voll aufgegangen“, ziehen Wilhelm Laimer und Wolfgang Pölzl von der Bundeswasserbauverwaltung Resümee.
„An der Riedlbachtraun kann man wunderschön sehen, wie der ökologische Hochwasserschutz Sicherheit bietet und zugleich neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere schafft“, freut sich auch die WWF-Ökologin und Flussraumbetreuerin Tanja Nikowitz. „Jetzt können Fische und andere Wasserlebewesen wieder zwischen dem Hauptstrom und den ruhigeren Seitengewässern hin und her wandern.“ Wolfgang Pölzl, Leiter des Referats Wasserwirtschaft der Baubezirksleitung Liezen, präsentiert die gelungene Revitalisierung am Toplitzbach: „Dem ehemaligen Holzdriftkanal als Verbindung von Toplitzsee und Grundlsee wurde sein altes Bachbett zurückgegeben. Heute erinnert nichts mehr an das monotone Gerinne, der Toplitzbach schlängelt sich wieder ganz natürlich durch den Wald.“
Nicht nur die wieder gewonnene Flussdynamik, sondern auch ein für den jeweiligen Standort typischer Auwald kennzeichnet einen ökologisch wertvollen Flusslebensraum. Zu dieser Verbesserung tragen die Österreichischen Bundesforste maßgeblich bei. Matthias Pointinger, Fischereibeauftragter der ÖBf AG: „Insgesamt haben wir 80 Hektar Fläche für Revitalisierungen an der Traun zur Verfügung gestellt. Es freut mich besonders, dass wir nun dem Auwald bei der Kaltenbachau in Bad Ischl im Zuge der Nebenarmanbindung durch standortgerechte Bewirtschaftung eine neue Chance geben können.“
Auch in den Gemeinden Bad Ischl, Bad Goisern, Ebensee und Obertraun konnten die ExkursionsteilnehmerInnen bereits umgesetzte oder geplante Projekte an der Traun kennen lernen. Wilhelm Laimer, Leiter des Gewässerbezirks Gmunden, präsentierte den ehrgeizigen Plan, Obertraun und Bad Goisern durch großflächigen Uferrückbau und Nebenarmanbindungen mehr Hochwassersicherheit zu geben
Die Gebietsbauleitungen der Wildbach- und Lawinenverbauung stellten ökologische bedeutende Vorhaben wie die Sulzbach-Renaturierung in Bad Ischl vor. Er soll bald wieder sein natürliches Bachbett bekommen. Auch die Renaturierung des Gallhofbaches in der Gemeinde Grundlsee, ist ein Beitrag zum Hochwasserschutz bei gleichzeitiger Verbesserung des Lebensraums im Oberlauf.
Flussraumbetreuerin Tanja Nikowitz freut sich über die rege Teilnahme an der Exkursion, die das große Interesse der Bevölkerung am Flussraumbetreuungs-Modell unterstreicht. Nun gelte es, die geplanten Maßnahmen zügig umzusetzen.
Das Modellprojekt Flussraumbetreuung Obere Traun in Oberösterreich, und seit 2009 auch an den Steiermärkischen Traunen, geht heuer in sein viertes Jahr. Kooperationspartner sind die Bundeswasserbauverwaltung, das Lebensministerium, das Land Oberösterreich und Steiermark, die die Österreichischen Bundesforste, sowie der WWF.
Insgesamt neun Maßnahmenpakete für mehr Ökologie und Hochwassersicherheit wurden bisher umgesetzt, elf weitere sind in Planung. Einige davon konnten im Zuge der Exkursion mit Experten der Bundeswasserbauverwaltung, der Österreichischen Bundesforste AG, die.wildbach und WWF in acht Traungemeinden vorgestellt werden.
Infos zu Exkursionen, Informationsveranstaltungen und Aktivitäten an der Traun: www.wwf.at/traun oder per E-Mail an: lebendigetraun@wwf.at.
Rückfragehinweis und Fotos der Exkursion:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250 oder claudia.mohl@wwf.at
Tanja Nikowitz, Flussraumbetreuerin Traun, Tel. 0676/83488219 oder tanja.nikowitz@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













