23 Nachforderungen, jede zweite betrifft Sicherheitsfragen – Tiwag-Unterlagen unvollständig, zentrale Risiken trotz Nachreichungen immer noch ungeklärt – WWF fordert Stopptaste für UVP
Luchstötungen: 10.000 Euro Ergreiferprämie ausgesetzt
Presseaussendung
Molln, Linz, Wien, 2. März 2016 – Nationalpark Kalkalpen, WWF und NATURSCHUTZBUND Österreich drängen weiter auf rasche Aufklärung beim Luchsschwund in der Nationalpark Kalkalpen Region. Die Naturschutzorganisationen und die Landeskriminalpolizei ersuchen Zeugen, sich zu melden, um mit ihrer Aussage weitere Täter überführen zu können.
Nach dem Verschwinden fast aller männlichen Luchse um den Nationalpark Kalkalpen haben der WWF, der Nationalpark Kalkalpen und der NATURSCHUTZBUND Österreich gemeinsam eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung eines weiteren Täters führen, können an DI Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen, Tel. 07584/3951-140, oder Chefinsp. Othmar Coser von der Landespolizeidirektion Oberösterreich, Tel. 05 913 340-3400; E-Mail: othmar.coser@polizei.gv.at, gerichtet werden.
„Obwohl eine Jägerin wegen eines Luchsabschusses auf dem Gebiet des Baufonds der Katholischen Kirche Österreich in Weyer gemäß § 181 STGB wegen des Umweltdelikts der vorsätzlichen Gefährdung des Tier- und Pflanzenbestandes verurteilt wurde, ersuchen wir weiter, uns aufschlussreiche Beobachtungen zu melden“, erklärt Nationalpark Direktor Dr. Erich Mayrhofer die Beweggründe für die Aktion.
„Umweltverbrechen sind kein Kavaliersdelikt und müssen konsequent verfolgt und geahndet werden“, betont der WWF-Experte Christian Pichler. Illegale Verfolgung durch den Menschen stellt noch immer die größte Bedrohung für streng geschützte Tierarten wie Luchs, Bär, und Seeadler dar. „Nicht fehlender Lebensraum, wie man vielleicht annehmen würde, sondern fehlende Akzeptanz der Menschen erschweren es diesen Wildtieren, sich wieder in ihren ehemaligen Lebensräumen zu etablieren“, stellt Obmann Josef Limberger vom Naturschutzbund Oberösterreich klar. Abschüsse torpedieren die erfolgreichen Bemühungen der Arbeitsgruppe LUKA, Luchsen ein Überleben in den Kalkalpen zu ermöglichen.
Nationalpark Kalkalpen, NATURSCHUTZBUND Österreich und WWF wollen mit der Aussetzung der Ergreiferprämie von 10.000 Euro unterstreichen, dass Umweltkriminalität ein ernstes Problem darstellt und massiv bekämpft werden muss. Nicht nur das Verschwinden der Luchse bereitet Sorgen, es wurden auch alle Bären, die im Dreiländereck der Bundesländer Steiermark, Ober- und Niederösterreichs lebten, wieder ausgerottet. Auch Steinadler und Bussarde werden hier abgeschossen gefunden.
Im Interesse eines effizienten Artenschutzes der vom Aussterben bedrohten Luchse, ersuchen der Naturschutzbund, der WWF und der Nationalpark Kalkalpen die Bevölkerung ihre zweckdienlichen Hinweise oder Beobachtungen zur Aufklärung der illegalen Abschüsse an die genannten Stellen weiter zu geben.
Rückfragehinweis:
Mag. Franz Sieghartsleitner, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Nationalpark Kalkalpen,
Tel. 07584/3951 – 129, E-Mail: franz.sieghartsleitner@kalkalpen.at
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Dramatischer Rückgang: Kaiserpinguine jetzt „stark gefährdet“ – WWF fordert raschen Klimaschutz
Antarktis-Lebensraum zunehmend bedroht – Kaiserpinguine auf der Roten Liste der IUCN hochgestuft – WWF fordert dringend bessere Arten- und Klimaschutzmaßnahmen
Biber als Klima-Helden: Streng geschützte Art schafft effektive Kohlenstoffsenken
Neue Studie bestätigt positive Effekte von Biberdämmen: Durch Biber geschaffene Feuchtgebiete speichern große Mengen an Kohlenstoff – WWF fordert mehr Raum für den Biber
Good News: Besserer Schutz für wandernde Tierarten
Tiere wie die grüne Meeresschildkröte, die Schneeeule und der Große Hammerhai werden zukünftig besser geschützt. Die Entscheidung fiel auf der UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten.
WWF an Bundesregierung: Verzicht auf Energiesparen verschärft Energiekrise
Anhaltendes Verweigern wirksamer Energiespar-Maßnahmen und Kampagnen erhöht Risiko von Versorgungsengpässen – Umdenken der Politik gefordert
Neue WWF-Umfrage zeigt große Unterstützung für Renaturierung in Österreich
76 Prozent halten Renaturierungsmaßnahmen für wichtig – Mehrheit fordert Kanzler-Einsatz für Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen
Bauarbeiten für Lobau-Autobahn gestartet – WWF kritisiert sündteuren Irrweg
Umweltrisiken und Milliardenkosten sprechen eindeutig gegen neue S1-Autobahn – WWF fordert Ausbau des öffentlichen Verkehrs und flächensparende Raumplanung
Drama um Buckelwal „Timmy“: WWF warnt vor steigenden Gefahren für Wale weltweit
Wachsender Unterwasserlärm, Schiffsverkehr und Folgen der Klimakrise bringen Wale weltweit unter Druck – WWF fordert verstärkten Schutz, um Risiko für Strandungen zu reduzieren
WWF und VCÖ: Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
Straßennetz wird zur tödlichen Falle – Zerschneidung der Lebensräume nimmt zu – WWF und VCÖ fordern Stopp der Naturzerstörung













