Klimakrise erhöht Waldbrandgefahr in Österreich dramatisch – Monokulturen besonders anfällig – WWF fordert Stärkung der Wasserspeicher-Funktion naturnaher Wälder durch “Schwammwald-Offensive”
Meilenstein zum Schutz der Meere
Presseaussendung
Wien, den 24. November 2015 – SPAR Vital Wildlachs mit MSC-Siegel ist ab sofort in den meisten SPAR-Filialen in Österreich erhältlich. Es ist landesweit das 1.000 Produkt, das mit dem MSC-Siegel gekennzeichnet ist. Das Umweltsiegel hilft Verbrauchern, nachhaltig gefangenen Fisch zu erkennen. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Meilenstein mit einem SPAR-Produkt bekannt geben dürfen. Zugleich wollen wir uns für das große Engagement aller österreichischen Unternehmen bedanken, die Fisch und Meeresfrüchte mit MSC-Siegel in ihr Sortiment aufgenommen haben. Sie unterstützen damit umweltverträglich arbeitende Fischereien,“ kommentiert Emefa Attigah, Commercial Managerin im MSC-Regionalbüro Deutschland, Österreich und Schweiz. International liegt Österreich unter den Top 10 mit der Anzahl an MSC-zertifizierten Artikeln.
Deutliche Konsumsteigerung bei Fisch und Meeresfrüchten
In Österreich steigt die Nachfrage nach Fisch stetig an. Während im Jahr 2000 im Durchschnitt nur 5,4 Kilo pro Kopf verzehrt wurden, landeten 2013 bereits 8,1 Kilo auf den Tellern der Österreicher. Das ist immerhin eine Steigerung um fast 50 Prozent. Damit liegt Österreich ganz im Trend: Die Nachfrage nach dem gesunden Nahrungsmittel steigt weltweit stark an. Das hat teils gravierende Folgen. Die WHO und Umweltorganisationen wie der WWF warnen seit Jahren, dass über 90% der weltweiten Fischbestände bis an ihre Grenzen befischt oder bereits überfischt sind. Zusätzlich üben illegale Fischerei und der Beifang von unerwünschten Arten Druck auf die Lebensräume im Meer aus und bringen sie aus dem Gleichgewicht. Axel Hein, Meeresbiologe beim WWF Österreich dazu: „Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Meere haben das Potenzial, Milliarden von Menschen zu ernähren – wenn wir verantwortungsvoll mit ihnen umgehen. Eine nachhaltige Fischerei, ein nachhaltiges Fischangebot und verantwortungsbewusste Fischkonsumenten können das Gleichgewicht wieder herstellen.“ Um die Nachfrage für nachhaltige Fischprodukte weiter zu steigern, initiiert der WWF eine dreijährige Informations- und Kommunikations-Initiative für Konsumenten in Österreich und zehn europäischen Ländern. Auf www.fishforward.eu finden Konsumenten ausführliche Informationen über die positiven sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von MSC-Fisch sowie Kaufempfehlungen für den Fischgenuss mit gutem Gewissen.
Nachhaltiges Angebot
Als einer der wichtigsten Lebensmittelhändler in Österreich, bei dem viele Menschen täglich Fischprodukte einkaufen, kommt SPAR beim Angebot eines nachhaltigen Fischsortiments eine besonders wichtige Bedeutung zu. Der WWF arbeitet seit 2011 gemeinsam mit SPAR an der Umstellung des Fischsortiments auf nachhaltige Produkte.
Rückfragehinweis MSC:
Gerlinde Geltinger, MSC Communications Managerin Deutschland, Österreich, Schweiz
Email: gerlinde.geltinger@msc.org Tel: +49 (0) 30 609 8552 0
Rückfragehinweis WWF:
Theresa Gral, MA, WWF Pressesprecherin
Email: theresa.gral@wwf.at, Tel: +43 1 488 17 216
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Good News: Nashorn-Wilderei in Namibia geht zurück
In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich













