WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Menschen gegen Menschenaffen
WWF Presseaussendung
Wien, 10. Februar 2016 –Es gibt heute weltweit nur mehr 880 Berggorillas in Zentralafrika, die in den Virunga-Bergen im Grenzgebiet von Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo und im Bwindi Nationalpark in Uganda leben. „Die größte Gefahr für Menschaffen sind die Menschen“, so Artenschutzexperte Karim Ben Romdhane. Sie sind akut bedroht durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume, die Abholzung der Wälder für Brennholz, durch Wilderer, Fallensteller und durch von Menschen übertragenen Krankheiten. Derzeit findet gerade eine Zählung in den Virunga-Bergen statt, die 2017 abgeschlossen sein soll. Das Ziel des WWF ist es den Gesamtbestand an Berggorillas bis 2020 auf 1.100 Tiere zu erhöhen. Zahlreiche Schutzmaßnahmen sollen das Überleben der Art sichern. Auch der WWF Österreich finanziert die Berggorilla-Projekte in Afrika mit heimischen Spendengeldern.
Die Berggorillas sind eng mit dem Menschen verwandt, denn 98 Prozent ihres Erbguts ist identisch mit dem Homo Sapiens. Die Schwangerschaft dauert 37 Wochen, fast genauso lange wie bei Menschen. Die Gorilla-Babys kommen rosafarben zur Welt und wiegen so viel wie ein Menschenbaby. Wie kleine Kinder spielen sie gerne Fangen und Verstecken. Körperpflege und Zähneputzen mit der Zunge gehören zum Alltag. Auch Gorillas gründen eigene Familien und bauen sich Schlafnester für die Nacht. Auf alte und kranke Familienmitglieder wird Rücksicht genommen und die Gruppen wandern langsamer weiter, wenn die Schwächeren nicht mitkommen. Wie die Menschen können Gorillas nicht schwimmen und müssen dies erst lernen.
Der WWF arbeitet zusammen mit dem Internationalen Gorillaschutzprogramm (IGCP) intensiv am Schutz der Menschenaffen. Bis 2015 wurden 60.000 Feuerholz sparende Öfen gebaut und in den Gemeinden verkauft. Außerdem werden Energiewälder angelegt, die schnell wachsen und mehr Brennholz produzieren. So müssen weniger Bäume gefällt werden und der Holzbedarf zum Kochen wird nachhaltiger gedeckt. Gegen Wildtierschäden werden Schutzwälle gebaut um den Mensch-Tier-Konflikt zu entschärfen. Bienenzuchten sollen den Menschen ein nachhaltiges Einkommen ermöglichen. Von den Einnahmen aus dem Tourismus werden Schulen, Wassertanks und Gesundheitszentren errichtet. Für den Gorilla-Tourismus wurden vom WWF und seinen Partnern strenge Vorschriften eingeführt. So dürfen Besucher die Menschenaffen nur maximal eine Stunde lang beobachten und müssen mindestens sieben Meter Abstand halten, damit die Tiere möglichst wenig gestört werden
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at,
Online-Patenschaften für die Berggorillas: www.rette-den-gorilla.at.
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
Aschermittwoch: WWF empfiehlt heimischen Bio-Fisch als Alternative zu Hering und Co
Weltmeere drastisch überfischt – Nordatlantische Heringsbestände in kritische Bereiche gesunken – 92 Prozent des konsumierten Fischs in Österreich importiert
Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne
WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark













