Analyse zeigt hohe finanzielle Risiken durch Extremwetter, fossile Preisschocks und fehlende Vorsorge – WWF fordert stärkere Berücksichtigung von Klimarisiken im Doppelbudget
Menschen gegen Menschenaffen
WWF Presseaussendung
Wien, 10. Februar 2016 –Es gibt heute weltweit nur mehr 880 Berggorillas in Zentralafrika, die in den Virunga-Bergen im Grenzgebiet von Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo und im Bwindi Nationalpark in Uganda leben. „Die größte Gefahr für Menschaffen sind die Menschen“, so Artenschutzexperte Karim Ben Romdhane. Sie sind akut bedroht durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume, die Abholzung der Wälder für Brennholz, durch Wilderer, Fallensteller und durch von Menschen übertragenen Krankheiten. Derzeit findet gerade eine Zählung in den Virunga-Bergen statt, die 2017 abgeschlossen sein soll. Das Ziel des WWF ist es den Gesamtbestand an Berggorillas bis 2020 auf 1.100 Tiere zu erhöhen. Zahlreiche Schutzmaßnahmen sollen das Überleben der Art sichern. Auch der WWF Österreich finanziert die Berggorilla-Projekte in Afrika mit heimischen Spendengeldern.
Die Berggorillas sind eng mit dem Menschen verwandt, denn 98 Prozent ihres Erbguts ist identisch mit dem Homo Sapiens. Die Schwangerschaft dauert 37 Wochen, fast genauso lange wie bei Menschen. Die Gorilla-Babys kommen rosafarben zur Welt und wiegen so viel wie ein Menschenbaby. Wie kleine Kinder spielen sie gerne Fangen und Verstecken. Körperpflege und Zähneputzen mit der Zunge gehören zum Alltag. Auch Gorillas gründen eigene Familien und bauen sich Schlafnester für die Nacht. Auf alte und kranke Familienmitglieder wird Rücksicht genommen und die Gruppen wandern langsamer weiter, wenn die Schwächeren nicht mitkommen. Wie die Menschen können Gorillas nicht schwimmen und müssen dies erst lernen.
Der WWF arbeitet zusammen mit dem Internationalen Gorillaschutzprogramm (IGCP) intensiv am Schutz der Menschenaffen. Bis 2015 wurden 60.000 Feuerholz sparende Öfen gebaut und in den Gemeinden verkauft. Außerdem werden Energiewälder angelegt, die schnell wachsen und mehr Brennholz produzieren. So müssen weniger Bäume gefällt werden und der Holzbedarf zum Kochen wird nachhaltiger gedeckt. Gegen Wildtierschäden werden Schutzwälle gebaut um den Mensch-Tier-Konflikt zu entschärfen. Bienenzuchten sollen den Menschen ein nachhaltiges Einkommen ermöglichen. Von den Einnahmen aus dem Tourismus werden Schulen, Wassertanks und Gesundheitszentren errichtet. Für den Gorilla-Tourismus wurden vom WWF und seinen Partnern strenge Vorschriften eingeführt. So dürfen Besucher die Menschenaffen nur maximal eine Stunde lang beobachten und müssen mindestens sieben Meter Abstand halten, damit die Tiere möglichst wenig gestört werden
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at,
Online-Patenschaften für die Berggorillas: www.rette-den-gorilla.at.
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