Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Murkraftwerk Graz: Protest gerechtfertigt wenn Recht missachtet wird
Wien, 10. Februar 2017. Für die Umweltorganisation WWF zeigt die Räumung des Protest-Camps im Bereich der Rodungen einmal mehr, dass die Situation rund um die Errichtung des Murkraftwerks entglitten ist. Die traurigen Bilder der zerstörten Uferböschungen und von Sicherheitskräften bedrängten Umwelt-Aktivisten haben mittlerweile ganz Österreich erreicht. „Dieser Protest von hunderten besorgten Menschen ist gerechtfertigt, wenn der begründete Verdacht besteht, dass die UVP-Auflagen nicht eingehalten werden und dadurch geschützte Tierarten nachhaltig zu Schaden kommen“, so Gebhard Tschavoll vom WWF.
Beim WWF wurden zwischenzeitlich mehrere mutmaßliche Verstöße gemeldet, wie beispielsweise die Rodung ohne die vorgeschriebene vollständige Absammlung und Umsiedlung der geschützten Würfelnatter oder die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen im Uferbereich der Mur. Der WWF bringt aus diesen Gründen bei der Staatsanwaltschaft Graz eine Sachverhaltsdarstellung ein. „Sollten sich die Verstöße bewahrheiten, erwarten wir uns die Verhängung eines umgehenden Baustopps, damit geltendes Recht nicht mit Füßen getreten wird“, stellt Tschavoll klar. In der jetzigen Situation scheint es zweckmäßig zu sein, eine Nachdenkpause einzulegen und die noch immer offene Volksbefragung zu ermöglichen.
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF Pressesprecher, 0676 83488231, gerhard.auer@wwf.at
Gebhard Tschavoll, Kampagnenleiter Alpenflüsse, 0676 83488303, gebhard.tschavoll@wwf.at
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