EU-Kommission kündigt Überprüfung zentraler Naturschutz-Richtlinien für 2027 an – WWF warnt vor leichteren Abschüssen und mehr Eingriffen in Schutzgebiete – „Wild sein ist kein Verbrechen“
Murkraftwerk: WWF fordert Runden Tisch
In Graz vergeht kein Tag ohne Demonstrationen und Proteste gegen das geplante Murkraftwerk Graz-Puntigam. „So kann das nicht weitergehen. Die Situation an der Mur droht zu entgleisen. Landeshauptmann Schützenhöfer muss jetzt alle Beteiligten zu einem Runden Tisch einladen“, fordert Christoph Walder, WWF-Teamleiter für Alpenflüsse.
„Die Menschen in Graz befürchten, dass die Betreiber nicht einmal die Umweltauflagen einhalten“, erklärt Walder. Täglich erreichten den Umweltverband weitere Meldungen von Missständen – und das obwohl der WWF deshalb letzte Woche eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht habe. „Zuletzt mussten wir hören, dass ein Bagger in der Mur offenbar laufend Treibstoff verliert, der einfach ins Wasser gelangt. Bei solchen Zuständen ist es kein Wunder, dass die Proteste nicht abreißen.“
Walder sieht jetzt die Politik gefordert: „Die Menschen an der Mur haben ein Recht darauf gehört zu werden. Und sie haben ein Recht auf Antworten. Es ist höchste Zeit für den Landeshauptmann, eine Vermittlerrolle einzunehmen und die berechtigten Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen.“
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Christoph Walder, WWF Teamleiter Alpenflüsse, Tel. 0676/9255430, Email: walder@ecotone.at
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