Neuer Rekord in Österreich: 123 territoriale Seeadler-Paare konnten gezählt werden. Ihr Lieblingsplatz ist das Waldviertel.
Nationalfeiertag: WWF fordert Unterschutzstellung der Tiroler Flussheiligtümer
“Mit der Natur. Mit den Menschen. Nicht gegen sie.” Unter diesem Titel übermitteln dutzende Expert:innen und Teilnehmer:innen der Kaunertal-Konferenz am heutigen Nationalfeiertag einen offenen Brief an Landeshauptmann Anton Mattle und die beiden zuständigen Landesräte Josef Geisler und René Zumtobel. Sie fordern darin die Unterschutzstellung der Tiroler Flussheiligtümer Venter und Gurgler Ache mitsamt des Platzertals, das durch den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal massiv davon bedroht ist, zerstört zu werden. “Dieser bedeutende Naturraum darf nicht aus Profitgründen geopfert werden”, fordern die Unterzeichner:innen von der Tiroler Landesregierung und verweisen auf die katastrophalen Folgen für Mensch und Natur.
Zunehmende Dürren, Hitzerekorde, Überschwemmungen und Bergstürze zeigen uns, dass die Natur an ihren Grenzen angelangt ist. Zum Schutz vor Naturgefahren sowie zur Sicherung von Wasserressourcen und unseres gemeinsamen Lebensraumes hat die Bewahrung von unberührten Naturräumen oberste Priorität. Hoch oben in den Ötztaler Alpen finden zahlreiche Natur- und Pflanzenarten noch einen intakten Rückzugsort, der durch die Kraftwerkspläne gefährdet ist. Daher fordern die Unterzeichner:innen des offenen Briefes von Landeshauptmann Anton Mattle, Energielandesrat Josef Geisler und Umweltlandesrat René Zumtobel die Prüfung von Alternativstandorten für das geplante Pumpspeicherkraftwerk und eine naturverträgliche Energiewende mit Fokus auf Energiesparen und Photovoltaikausbau.
Auf der „Natur statt Profit“-Konferenz am 13. Oktober in Innsbruck mit rund 150 Teilnehmer:innen zeigten zahlreiche Fachleute die große Bedeutung intakter Fließgewässer in den Alpen und präsentierten bessere, rasch verfügbare und naturverträgliche Alternativen zum Mega-Ausbau des Kraftwerks Kaunertal. Daher ist die Umsetzung eines konkreten Energiespar-Programms und einer Photovoltaik-Offensive, anstelle des fahrlässigen Kaunertal-Projekts, für eine naturverträgliche Energiewende in Tirol dringend nötig.
Fotos zur freien Verwendung gibt es hier.
News
Aktuelle Beiträge
WWF zu CloudHQ: Großrechenzentren brauchen verpflichtenden Umweltcheck
Umweltschutzorganisation begrüßt UVP für 6,7-Hektar-Projekt in Leopoldsdorf – WWF fordert einheitliche Bundesregeln statt Fleckerlteppich
Neuer Seeadler-Rekord in Österreich: WWF-Zählung erfasst so viele Paare wie noch nie
Konsequenter Schutz zeigt Wirkung: 123 territoriale Seeadler-Paare in Österreich – Hotspot im Waldviertel – Illegale Verfolgung bleibt große Bedrohung
WWF zu Klimaneutralität 2040: Fossile Abhängigkeit ist die wahre Standort-Hypothek
Umweltschutzorganisation weist IV- und WKO-Kritik zurück – Verbindliches Klimaziel schafft Planungssicherheit, senkt Energieabhängigkeit und stärkt Innovation – WWF fordert wirksame Maßnahmen für die Umsetzung
WWF zu Wolfsabschuss im Pitztal: Verdacht auf Straftat rasch aufklären
Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava










