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Naturschutzbilanz: Zehn Jahre WWF und Forum mineralische Rohstoffe
Wien, 20. November 2009 – Schutzprojekte für sechs vom Aussterben bedrohte Arten, Umweltbildungsmaßnahmen und der weltweit erste ökologische Branchenfußabdruck sind die erfolgreiche Bilanz der zehnjährigen Kooperation von WWF Österreich und Forum mineralische Rohstoffe. „Es ist eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Partnerschaft zwischen Naturschützern und -nützern, die aber Überlebensräume für seltene Arten schafft“, so Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich.
Initialzündung für die Kooperation war die Zusammenarbeit im Rahmen des Universum-Films „Spuren im Sand“, der die beeindruckende Pflanzen- und Tiervielfalt in Rohstoffgewinnungsgebieten zeigte. Folglich lag der Fokus der Partnerschaft zu Beginn auf Artenschutzprojekten. Bis heute wurden bereits fünf konkrete Schutzprojekte für sechs Tierarten der „Roten Liste“ umgesetzt. Den Vogelarten Triel, Bienenfresser und Uhu, den Amphibien Wechsel- und Kreuzkröte sowie gefährdeten Libellenarten werden in stillgelegten oder beruhigten Zonen in Steinbrüchen, Sand- und Kiesgruben neue Lebensräume geboten.
Zweiter Schwerpunkt der Kooperation ist der Bereich Umweltbildung, in dem das Forum Rohstoffe das Projekt „Schools for a living planet“ unterstützt. Mittels Unterrichtsbehelfen, Schulbesuchen und Exkursionen zu Gewinnungsbetrieben sollen Schülern die Zusammenhänge zwischen natürlichen Lebensräumen, Ressourcenverbrauch und dem eigenen Lebensstil näher gebracht werden. Über 200 Schulen haben die dafür erstellten Unterrichtsmaterialien „Dem ökologischen Fußabdruck auf der Spur“ bereits angefordert. Auch die von WWF-Ökopädagogen abgehaltenen, interaktiven Schulstunden zum ökologischen Fußabdruck wurden stark nachgefragt. Rund 30 Schulklassen nahmen daran Teil. „In den vergangenen Jahren haben wir mehr als hundert Schulklassen in ganz Österreich eingeladen, um die Jugend vor Ort über die Notwendigkeit der Rohstoffgewinnung im Einklang mit Natur- und Artenschutz zu informieren“, so KommRat Gerold Neuper, Vorsitzender des Forums Rohstoffe.
2007 wurden in der Kooperation neue Akzente gesetzt und eine gemeinsame Vision entwickelt, um „einen maßgeblichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt sowie zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks zu leisten“. 2009 ließen die Rohstoffe gewinnenden Unternehmen als erste Sparte weltweit ihren ökologischen Branchenfußabdruck berechnen. „Der Ökologische Fußabdruck fasst die wesentlichsten Umweltauswirkungen in einer Maßzahl zusammen. Er eignet sich daher hervorragend, um eine ökologische Gesamtbewertung von Unternehmen bzw. hier erstmals einer Branche vorzunehmen“, so Aichberger. „Auf Basis der Ergebnisse können nun in den Betrieben konkrete Maßnahmen zur Verbesserungen der Umweltperformance umgesetzt werden.“ Die Reduktion des ökologischen Branchenfußabdrucks bildet den künftigen Schwerpunkt der Kooperation. Ziel ist es, Produkte mit deutlich reduziertem Einsatz an Material, Energie und Land sowie mit deutlich weniger Abfällen zur Verfügung zu stellen.
„Wir sind stolz, gemeinsam mit dem WWF die Erfolge dieser Zusammenarbeit präsentieren zu können. Die vielen Projekte in Sachen Natur- und Artenschutz in den vergangenen zehn Jahren beweisen, dass Rohstoffgewinnung auch im Einklang mit der Natur erfolgen kann und muss“, so Neuper. Die Unternehmen des Forums mineralische Rohstoffe und des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie investierten in den letzten zehn Jahren über 160 Millionen Euro in Renaturierungsmaßnahmen, die Lebensräume geschaffen und aktiv zum Artenschutz in Österreich beigetragen haben.
Rückfragehinweis:
Mag. Robert Wasserbacher, Forum mineralische Rohstoffe, Tel.: 05 90 900 3534, E-Mail: steine@wko.at
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF-Pressesprecherin, Tel.: +43-1-488 17 215 bzw. +43 676 83 488 215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
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