22 besenderte Greifvögel liefern wertvolle Daten für den Artenschutz – Erste markierte Seeadler brüten mittlerweile in drei Nachbarländern – Rund 90 Paare leben wieder in Österreich
Neuer Biodiversitätsbericht: WWF fordert Naturschutz-Offensive
Anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Multiple Krisen, gemeinsame Lösungen” mit 22 Vorschlägen aus der heimischen Wissenschaft fordert der WWF eine Naturschutz-Offensive von Bund und Ländern. „Der Bericht zeigt sehr deutlich, dass eine intakte Natur unsere beste Verbündete gegen die Folgen der Klima- und Biodiversitätskrise ist. Umwelt und Gesundheit profitieren von natürlichen Schutzmaßnahmen, die auch mit dem EU-Renaturierungsgesetz umgesetzt werden sollen”, sagt WWF-Experte Arno Aschauer. Der Bericht veranschauliche die enge Verbindung einer intakten Biodiversität mit der Verfügbarkeit von Wasser, einer sicheren Ernährung, einer hohen Gesundheit und dem Klimaschutz. „Daher sollte die Politik dem bis heute vernachlässigten Schutz der Biodiversität mehr Priorität geben, gerade auch was die Finanzierung betrifft“, sagt Arno Aschauer vom WWF.
Für Österreich empfehlen die Fachleute unter Bezug auf die Erkenntnisse des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) u.a. mehr Renaturierungen, die Wiederherstellung von Flussauen, den Abbau unnötiger Querbauwerke und den Schutz wertvoller Moore und Böden. „Renaturierungen bringen nicht nur Vorteile für die heimische Fauna mit sich, sondern auch positive Effekte auf das Hochwasserrisiko und die Wasserqualität”, wird betont. Zudem warnt der Report vor den Folgen von Bodenversiegelung und Klimaveränderung. „In Österreich sind landwirtschaftliche Böden bedroht, weil immer mehr Flächen verbaut werden, der Boden sehr intensiv genutzt wird und Erosion sowie Wetterextreme zunehmen”, heißt es im Wortlaut. Daher seien sowohl die Entsiegelung von Böden als auch die Vermeidung neuer Versiegelung zentral.
Naturbasierte Lösungen sind laut dem Bericht auch für das Gesundheitssystem zentral, um die Folgen von Hitze, Extremwetter, Allergien und Infektionen abzufedern. „Eine gesündere Ernährung, ein verbesserter Hitzeschutz, etwa durch den Ausbau grüner Infrastruktur, sowie eine Reduzierung von Luft-, Wasser- und Bodenverunreinigungen haben nicht nur für das österreichische Gesundheitssystem positive Folgen, sondern auch für Nahrung, Wasser und Biodiversität”, so der Bericht wörtlich.
News
Aktuelle Beiträge
Wasserkrise in der Lobau: Eines der größten Gewässer erstmals im Frühjahr geteilt
Bekanntes Eberschüttwasser im Nationalpark durch Wassermangel in zwei Teile getrennt – WWF fordert rasche Maßnahmen gegen Austrocknung der Unteren Lobau
Wildtierkriminalität in Österreich: 310 Fälle und eine sehr hohe Dunkelziffer
Neuer Bericht zeigt dramatisches Ausmaß illegaler Verfolgung geschützter Arten – BirdLife Österreich und WWF Österreich fordern nationalen Aktionsplan
Neuer Entwurf für Isel-Schutzgebiet verfehlt EU-Vorgaben
Geplante Verordnung der Landesregierung äußerst mangelhaft – WWF fordert umfassende Sanierung statt Stückwerk – Weitere Eskalation des EU-Vertragsverletzungsverfahrens droht
WWF: Lebensmittelverschwendung kostet Haushalte im Schnitt rund 100 Euro pro Monat
Tag der Lebensmittelrettung am 26. Mai: WWF errechnet Kosten der Verschwendung für Haushalte – Mehr Aufklärung, Transparenz und verbindliche Reduktionsziele gefordert
WWF: Neuer OECD-Bericht belegt anhaltenden Reformstau
Umweltprüfbericht kritisiert fehlende Verbindlichkeit, unklare Zuständigkeiten und umweltschädliche Fehlanreize – Ausbau von Schutzgebieten und bessere Naturschutz-Finanzierung empfohlen – OECD warnt vor Bodenversiegelung und Verfehlen der Klimaziele
Good News: Laos kämpft um Rückkehr der Tiger
Die Regierung in Laos hat einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, durch den sich die Tigerpopulation wieder erholen soll.
INN Dialog diskutiert über Zukunft des Dreiländerfluss
Rund 100 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis und Bevölkerung diskutieren über den Arten- und Naturschutz am Inn – Abschluss des grenzüberschreitenden EU-Projekt INNsieme connect
WWF: Neue Hoffnung für den Tiger – Laos startet nationalen Aktionsplan zur Rückkehr der Großkatzen
Nur mehr rund 5.500 Tiger in freier Wildbahn – Neuer Zehn-Jahres-Plan zur Aufwertung der Tiger-Lebensräume in Laos beschlossen – WWF vor Ort zur Umsetzung im Einsatz










