Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.
Neuguinea: Jede Woche zwei neue Arten
Nach einem aktuellen Bericht des WWF wurden in den vergangenen zehn Jahren auf der Insel Neuguinea über 1000 bisher unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt – darunter zwölf Säugetiere, 43 Reptilien, 134 Frösche, über 100 Orchideen und nicht weniger als sieben verschiedene, unterschiedlich gefärbte Regenbogenfischarten.
Obwohl die Insel nur 0,5 Prozent der Landmasse der Erde ausmacht, leben dort bis zu acht Prozent aller weltweit bekannten Tierarten. Der WWF mahnte eindringlich zum Schutz des Lebensraums zahlreicher einmaliger Tier- und Pflanzenarten. Der Regenwald auf Neuguinea werde mit "alarmierender" Geschwindigkeit zerstört.
Die zwischen den beiden Staaten Indonesien und Papua-Neuguinea aufgeteilte Insel, auf der sich eines der größten Regenwaldgebiete der Erde befindet, gehöre zu den Regionen mit einer der höchsten biologischen Vielfalt weltweit, erklärte der WWF anlässlich der Veröffentlichung des Reports.

Unter den 1060 neu entdeckten Spezies sind nach WWF-Angaben neben einer blinden Schlange und einer blau-schwarzen Eidechse auch der Australische Stupsfinnendelfin Orcaella heinsohni, der lange Zeit von Wissenschaftlern nicht als eigene Art beschrieben, sondern dem Irrawaddy-Delphin zugeordnet wurde. "Besonders die Gruppe der Säugetiere ist inzwischen sehr gut erforscht, da ist jede Neuentdeckung eine kleine Sensation", erklärt Stefan Ziegler vom WWF-Artenschutz. Zu diesen "kleinen Sensationen" zählt demnach auch der blauäugige Kusu Spilocuscus wilsoni (entdeckt 2004), der nach aktuellem Wissenstand nur im indonesischen Teil Neuguineas vorkommt.
Weitere Informationen:
Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01/48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at
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