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Pflegeeinsatz in den March-Thaya-Auen
Medieninformation der Energie- und Umweltagentur NÖ, 11. Juli 2014
Die Energie- und Umweltagentur NÖ und das Storchenhaus Marchegg riefen zum gemeinsamen Pflegeeinsatz in den March-Thaya-Auen auf und zahlreiche Natur-AktivistInnen folgten diesem Appell. Dabei bot sich den TeilnehmerInnen gleichzeitig auch die Möglichkeit, Ideen für das Schutzgebietsnetzwerk zu entwickeln um die bestmögliche Betreuung der unterschiedlichen Naturschutzgebietsflächen zu gewährleisten.
Neben VertreterInnen der Energie- und Umweltagentur NÖ und dem Storchenhaus Marchegg, die den Pflegeeinsatz organisiert haben, fanden sich gestern auch Natur-AktivistInnen von WWF, Naturschutzbund NÖ, BirdLife, Verein Auring sowie der Berg- und Naturwacht, in den March-Thaya-Auen ein. Ziel war es, mit vereinten Kräften eine wichtige Naturschutzmaßnahme umzusetzen und dabei selbst Hand anzulegen.
Nach der Einführung und Informationen des regionalen Betreuers DI Thomas Zuna-Kratky zum Lebensraum wurde die als Naturdenkmal ausgewiesene Fläche „Alkalisteppe Baumgarten“ in Abstimmung mit dem Grundbesitzer entsprechend ihrer naturschutzfachlichen Notwendigkeiten gepflegt. Auf dieser Fläche hat beispielsweise die Grau-Aster, Galatella cana, eines ihrer letzten Vorkommen in Niederösterreich.
Heutige Naturschutzgebiete entstanden oftmals aufgrund von Bewirtschaftungen, die nicht mehr der heutigen Landwirtschaft entsprechen. Die Erhaltung von Flächen, die seltene Tier- und Pflanzenarten beherbergen, erfolgt deshalb zumeist über Ausgleichszahlungen an die LandwirtInnen über das Österreichische Umweltprogramm ÖPUL. Besonders spezielle Flächen werden aber auch durch dieses Programm nicht vollständig abgedeckt bzw. findet sich manchmal kein Bewirtschafter. „In solchen Fällen sind außerordentliche Pflegeeinsätze notwendig, für welche immer motivierte Helferinnen und Helfer gesucht werden“, weiß Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ.
Viele Organisationen, wie beispielsweise der Naturschutzbund, LANIUS, der Verein Auring, der Biosphärenpark Wienerwald oder der WWF, wickeln niederösterreichweit Pflegeeinsätze ab bei denen Freiwillige für diverse Arbeiten im Sinne des Naturschutzes gebraucht werden. Häufig sind auch Kooperationen mit der Gemeinde hilfreich, sodass die Pflegeeinsätze als gemeinsame Angelegenheit im Sinne einer lebenswerten Gemeinde gesehen werden. Ein Beispiel einer erfolgreichen Kooperation von Gemeinden stellt die Pflege der Flächen auf den Hundsheimer Bergen dar. Ein Pflegeeinsatz vergangenes Jahr, an dem zahlreiche Freiwillige beteiligt waren, wird auch heuer wieder stattfinden – Pflegewoche von 10. bis 19. Oktober 2014 geplant-, da die Anlieger-Gemeinden die Bevölkerung erfolgreich zum Mitmachen motivieren. „Die nächsten geplanten Pflegeeinsätze in ihrer Umgebung finden Sie auf unserer Webseite www.naturland-noe.at sowie auf den Webseiten unserer Partnerorganisationen“ ruft Dr. Herbert Greisberger zum Engagement auf.
Der Pflegeeinsatz in den March-Thaya-Auen wurde vom Storchenhaus Marchegg, welches 2012 als Informationszentrum im Schloss eingerichtet worden ist und auch Führungen anbietet, vorbereitet. Beim gestrigen gemeinsamen Pflegeeinsatz wurde die Bedeutung der Schutzgebiete sowie die Möglichkeit einer längerfristigen Erhaltung im Rahmen eines von der Energie- und Umweltagentur NÖ im Aufbau begriffenen Schutzgebietsnetzwerk diskutiert.
Auf der Homepage www.naturland-noe.at finden Interessierte sämtliche Informationen über die heimische Natur und auch über Möglichkeiten sich für den Natur- und Artenschutz zu engagieren!
Für JournalistInnenrückfragen:
Energie- und Umweltagentur NÖ
Mag.a (FH) Christine Penz
Pressereferentin
Tel. 02742 219 19-137
christine.penz@enu.at, www.enu.at
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