15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
Schillernde Aussichten für Schmetterlinge
Innsbruck, 19. Mai 2017 – „Schmetterlinge haben in Tirol in den letzten Jahrzehnten dramatische Einbußen erlitten“ schildern die Schmetterlingsexperten Mag. Kurt Lechner und Mag. Alois Ortner. Basierend auf deren Empfehlungen führten das Forstamt der Stadt Innsbruck, die Österreichischen Bundesforste und der WWF in der Kranebitter Innau Pflegemaßnahmen durch, um eine ganze Reihe an wunderschönen Faltern bei der Rückkehr nach Tirol zu unterstützen.
Spezialisierte Arten wie der Große und Kleine Schillerfalter oder der Kleine Eisvogel sind sehr attraktive Schmetterlinge, deren Populationen sich in Tirol bereits stark verkleinert haben. Ihre Raupen benötigen spezielle kleinklimatische Bedingungen sowie die Salweide, die Zitterpappel und die Heckenkirsche als Raupenfutterpflanzen, wobei jede der drei Arten an eine der erwähnten Pflanzenarten gebunden ist.

„Aufgrund der Eintiefung des Inns und flussbaulicher Maßnahmen im Uferbereich, hat sich die Pflanzenwelt in der Kranebitter Innau in den letzten Jahrzehnten verändert“, erklärt Anton Vorauer, Auen-Experte des WWF. Baumarten wie die Fichte, die nicht für Auwälder charakteristisch sind, breiteten sich dadurch stärker aus und verdrängten die ursprünglichen Arten. „In Folge ging die natürliche Zusammensetzung des Waldes und mit ihr wichtige Lebensräume verloren.“ Durch Pflegemaßnahmen will man die Auen Schritt für Schritt wieder in einen naturnahen Zustand zurückführen.
Daher wurden schon im Winter Au-untypische Baumarten wie die Fichte aus dem westlichen Teil der Kranebitter Innau entfernt. In den entstandenen Lichtungen werden nun Jungpflanzen geeigneter Weiden- und Pappelarten gezielt eingepflanzt, um eine gewisse Initial-Bepflanzung zu erzielen. Einige der neu entstandenen Lichtungen sollen auch bewusst der Natur überlassen werden, um die Artenvielfalt zu fördern. „Mit Maßnahmen wie hier in der Kranebitter Au ist es relativ leicht, diesen attraktiven Tagfaltern zu helfen“ erklärt Mag. Lechner.
Die Maßnahmen sind ein Teil von weiteren Verbesserungsvorhaben am Inn und seinen Seitengewässern, die in den nächsten Jahren mit Unterstützung der Abteilung Umweltschutz der Tiroler Landesregierung geplant und umgesetzt werden sollen.
Rückfragehinweis:
Anton Vorauer, Schutzgebietsbetreuer der Tiroler Landesregierung und WWF, 0676 83488 401, toni.vorauer@wwf.at
Martin Hof, WWF Pressesprecher, 0676 83488 306, martin.hof@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken
Neue Leitung des Presseteams beim WWF Österreich
Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel













