Begutachtungsphase endet am Mittwoch: Regelungen für Gewerbeparks und Einkaufszentren sollen auf Kosten wertvoller Böden gelockert werden – WWF fordert Fokus auf Bestand statt Neuwidmung auf der grünen Wiese
Schüler aus acht Ländern zu Gast im Seewinkel
Wien/Illmitz, 28. Oktober 2010 – 32 Schulklassen aus acht europäischen Ländern waren diese Woche zu Gast in Illmitz im burgenländischen Seewinkel. Dort fand die mehrtägige Auftaktveranstaltung der internationalen Schulumweltinitiative „European Schools for a Living Planet“ von WWF und ERSTE Stiftung statt. Bis zum Ende des Schuljahrs werden die Schüler ihre individuellen Naturschutzprojekte zu den Themen „ökologischer Fußabdruck“ und „Donau“ entwickeln und umsetzen. Dann werden die besten Projekte bei einer großen Abschlussfeier in Österreich gekürt. „Im Laufe der letzten zwei Schuljahre entstanden bereits großartige Aktivitäten wie Recycling-Aktionstage mit Gemeinden, Ausstellungen, Theaterstücke und ‚Schüler-lehren-Schüler’-Aktionen. Wird sind also mehr als gespannt auf die diesjährigen Ideen und Aktionen der Schülerinnen und Schüler“, freut sich Barbara Tauscher, Leiterin des WWF-Umweltbildungsprogramms, über die Fortsetzung der Initiative
32 Schüler-Lehrer-Teams aus Bulgarien, Kroatien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Ukraine und Ungarn nahmen an der einwöchigen Schüler-Lehrer-Akademie im und rund um das Hotel Nationalpark in Illmitz teil. Im Rahmen von Workshops und Outdoor-Aktionen wurden die 12- bis 17-jährigen Schüler und ihre Klassenlehrer von WWF-Ökopädagogen und verschiedensten Naturschutzexperten in die Themen „Donau – Europas Lebensader und „Ökologischer Fußabdruck – Umgang mit den Ressourcen unserer Erde“ eingeschult. „Das Thema ‚Active Citizenship’ ist uns bei allen Programmteilen besonders wichtig“, betont Tauscher. „Wir möchten den Schülerinnen und Schülern vermitteln, wie sie ihre Meinung in der Öffentlichkeit vertreten und andere dazu motivieren können aktiv zu werden.“ Die Lehrer unterstützen ihre Klassen nur als Coaches. Idee und Umsetzung der Naturschutzprojekte sind ganz der Kreativität der Schüler überlassen.

Der Fortschritt der Naturschutzprojekte kann über den öffentlich zugänglichen Weblog schools.foralivingplanet.eu verfolgt und kommentiert werden. Auf der interaktiven Website führen die Teilnehmerklassen Projekttagebücher, posten Bilder und Videos zu ihren Projekten und haben die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen.
„Die ERSTE Stiftung beteiligt sich an der Initiative ‚European Schools for a Living Planet’, weil dadurch unseren großen grenzüberschreitenden Bildungsprojekten der wichtige Umweltaspekt hinzugefügt wird“, so Boris Marte, Vorstand der ERSTE Stiftung. „Bildung zu fördern, heißt die Zukunft Europas Ernst zu nehmen. Sensibilität für ökologische Zusammenhänge in einem internationalen Projekt zu vermitteln ist für junge Menschen, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer eine besonders nachhaltige Erfahrung."
Die Schulumweltinitiative „European Schools for a Living Planet“ von WWF und ERSTE Stiftung fand erstmals im Schuljahr 2008/2009 statt. Seitdem nahmen 55 Schulklassen aus 10 europäischen Ländern teil. Rund 1.500 Schüler im Alter von 12 bis 17 Jahren setzen dabei ihre persönlichen Öko-Projekte in die Tat um.
Weitere Informationen im Weblog unter http://schools.foralivingplanet.eu
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Lisa Simon, WWF-Pressesprecherin
Tel.: +43-1-488 17 215, E-Mail: lisa.simon@wwf.at
Mag. Maribel Königer, ERSTE Stiftung Kommunikation
Tel.: +43-50100-15453 bzw. +43-50100-615453
E-Mail: maribel.koeniger@erstestiftung.org
WWF
Der Verein World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und profiliertesten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn über fünf Millionen Förderer. Der WWF will der weltweiten Naturzerstörung Einhalt gebieten und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Harmonie leben. Das Ziel des WWF ist es daher, die biologische Vielfalt der Erde zu bewahren, die naturverträgliche Nutzung erneuerbarer Ressourcen voranzutreiben und Umweltverschmutzung und die Verschwendung von Naturgütern zu verhindern.
ERSTE Stiftung
Die ERSTE Stiftung engagiert sich in Zentral- und Südosteuropa gemeinsam mit Partnern in zahlreichen gemeinnützigen Aktivitäten. Gegründet im Jahr 2003 nahm sie ihre Arbeit zwei Jahre später in drei Programmen auf: Soziales, Kultur und Europa. Sie ist die Rechtsnachfolgerin der 190 Jahre alten “Ersten oesterreichischen Spar-Casse”. Ihre beiden zentralen Aufgaben basieren auf diesen historischen Wurzeln: Als Hauptaktionärin sichert die ERSTE Stiftung die Zukunft der Erste Group als unabhängiges Unternehmen. Die Dividende, die sie erhält, investiert sie durch die von ihr und ihren Partnern entwickelten Projekte in das Gemeinwohl. Das macht die ERSTE Stiftung zur einzigen Institution dieser Art und Größe in Zentral- und Südosteuropa.www.erstestiftung.org
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Energiekrise: WWF fordert Spritverbrauchsbremse
Aktuelle Stellungnahme zur geplanten Mineralölsteuer-Senkung – Umweltschutzorganisation fordert Energiespar-Programme und Offensive für öffentliche Verkehrsmittel, um hohe Erdölabhängigkeit zu reduzieren
Ostern ohne bitteren Beigeschmack: WWF fordert entwaldungsfreie Lieferketten für Schokolade
Kakao-Anbau setzt Regenwälder unter Druck – Klimakrise treibt Preise an – WWF plädiert für nachhaltigen Konsum zu Ostern und fordert bessere Rückverfolgbarkeit für Kakaoprodukte
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten: WWF fordert sichere Routen
Jede vierte wandernde Tierart akut bedroht – WWF fordert grenzüberschreitende Schutz-Korridore – Besonderer Fokus auf Jaguaren und Meeresarten
Winterbilanz Wald: WWF warnt vor Trockenheit und schwierigem Waldjahr 2026
Waldböden zu Frühlingsbeginn vielerorts zu trocken, Wasserspeicher erschöpft – WWF fordert mehr Wasserrückhalt und Renaturierung im Wald
WWF kritisiert Spritpreis-Populismus der Bundesregierung
Umweltschutzorganisation fordert Sofortmaßnahmen für klimafreundliche Mobilität und schrittweisen Ausstieg aus Öl und Gas: Klimaticket vergünstigen, öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, Strukturreformen beschließen
WWF-Zählung: Gefährdete Monarchfalter erholen sich trotz anhaltender Bedrohungen
Naturschauspiel: Monarchfalter wandern 4.000 Kilometer in den Süden – Schmetterlingsmigration trotzt Herausforderungen, aber Lage weiterhin fragil
Good News: Nestor ist ältester bekannter Seeadler in Österreich
Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es kürzlich im Burgenland: Der Seeadler „Nestor“ wurde 15 Jahre nach seiner Beringung durch den WWF erneut gesichtet. Er gilt hierzulande als ältester bekannter Seeadler.












