15 Jahre alter Seeadler im Burgenland nachgewiesen – WWF fordert besseren Schutz für das Wappentier – illegale Verfolgung als große Gefahr
SPAR- und WWF-Projekt zu gesunden Böden in Brüssel ausgezeichnet
SPAR und WWF Österreich fördern seit 2015 den Aufbau von gesunden Böden mit hohem Humusgehalt gemeinsam mit 59 österreichischen Vorzeige-Landwirten. Das Projekt „Gesunde Böden für gesunde Lebensmittel“ wurde nun mit dem Europäischen „Land and Soil Management Award“ in Brüssel ausgezeichnet.
Gesunde Böden bilden die Grundlage für gesunde Lebensmittel. Daher sind die Qualität des Bodens, sein Gehalt an Nährstoffen und viele Bodenlebewesen auch so wichtig für den Ökopionier und Lebensmittelhändler SPAR. Ohne Böden wäre es nicht möglich, die vielen gesunden und hervorragenden österreichischen Lebensmittel herzustellen. Doch gesunde Böden sind in Gefahr. Sie wurden in den vergangenen Jahrzehnten durch intensive Landwirtschaft, Monokulturen und Industrie-Dünger ausgezehrt. SPAR-Partnerbetriebe hingegen setzen verstärkt auf das Humusprojekt, welches die Bodenfruchtbarkeit verbessert. Auf aktuell insgesamt 950 Hektar bauen sie Gemüse für SPAR an, die Böden werden dabei besonders schonend bearbeitet und mit Kompost gedüngt. So erhalten die Landwirte den wertvollen Humusgehalt und steigern ihn weiter. Denn je mehr Kohlenstoff im Boden als Humus gespeichert ist, desto weniger findet sich in der Luft. Bodenschutz ist auch Klimaschutz. Der WWF Österreich unterstützt und begleitet das Projekt.
Auszeichnung und Vorstellung bei der EU-Kommission
Das Bemühen um gesunde Böden zeichnet die European Landowners’ Organization unter der Schirmherrschaft der EU-Kommission jährlich mit dem „Land and Soil Management Award“ aus. Mit dem Preis holt die Organisation Projekte ins Rampenlicht, die neue Wege zur Bewahrung gesunder Böden finden und das Bewusstsein in der Bevölkerung für lebendige Böden heben. In ihrer Begründung für die Verleihung würdigt die Jury die Zusammenarbeit zwischen pionierhaften Landwirten, SPAR und dem WWF als vorbildlich für die gesamte Branche. Den Preis nahmen stellvertretend Alois Liebmann, Humusaufbau-Landwirt in Straden (Stmk.), Julia Haslinger vom WWF Österreich und Thomas Panzl von SPAR am 28. März in Brüssel entgegen. Außerdem waren die Partner eingeladen, das Vorzeigeprojekt auch der EU-Kommission zu präsentieren – in der Hoffnung, Mitstreiter für gesunde Böden für gesunde Lebensmittel zu finden.
Ziel: Ausweitung auf weitere Flächen und Gemüsearten
Innerhalb der nächsten Jahre möchte SPAR die Humus-Anbauflächen ausweiten, noch 2017 sollen rund 1200 Hektar erreicht werden.. „Wir möchten noch mehr gesunde und humusreiche Böden und bieten den Landwirten dafür einen garantierten Absatz des Gemüses, das auf diesen Flächen wächst“, kündigt SPAR-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel an. Zu den bereits bisher angebotenen Karotten, Zwiebeln, Cherry-Tomaten und drei Salatsorten aus Humus-Anbau kommen heuer mit der ersten Ernte noch SPAR Humus Radieschen hinzu.
Rückfragehinweis:
Theresa Gral, WWF Pressesprecherin, Tel.: +43 1 48817 216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF legt 5-Punkte-Paket gegen fossile Preisfalle vor
Fossile Energiekosten senken, Subventionen umleiten, Natur schützen – WWF und Klimaforscher Huppmann fordern Reformen gegen hohe Energiepreise und steigende Klimarisiken
Neue Leitung des Presseteams beim WWF Österreich
Alexa Lutteri führt seit Anfang März das Presseteam der größten heimischen Naturschutzorganisation
Inn-Aktionstag: Freiwillige aus drei Ländern im Einsatz für die Natur
Gemeinsamer Einsatz von 60 Freiwilligen für einen lebendigen und artenreichen Inn – Naturschutzaktionen in Tirol, Bayern und der Schweiz
Alpenverein und WWF fordern Stopptaste für Kaunertal-Ausbau
Unzureichend geplantes TIWAG-Projekt nicht genehmigungsfähig – Steigende alpine Risiken und Naturgefahren nicht ausreichend untersucht – Sicherheitslücken und Naturzerstörung sprechen gegen Konzernprojekt
Massen-Fischsterben aufgeklärt: WWF fordert rasche Dotierung der Unteren Lobau
Gutachten sieht Sauerstoffmangel als Ursache für Tod von rund 1.000 Fischen – WWF fordert Rettungspaket für Untere Lobau von der Wiener Stadtregierung
WWF fordert Offensive gegen Energieverschwendung
Naturschutzorganisation fordert rasches Handeln von Bund und Ländern – Echte Energiewende setzt zuerst beim Verbrauch an – Erneuerbare Energien konsequent naturverträglich ausbauen
Tiwag-Studie: WWF warnt vor Profiten auf Kosten der Natur
Naturschutzorganisation kritisiert Wasserkraft-Tunnelblick des Energiekonzerns – Alternativen zu teuren Uralt-Projekten wie Kaunertal-Ausbau gefordert – Schäden für Biodiversität werden ignoriert
WWF kritisiert Abschuss-Bilanz 2025: Alle zwei Wochen ein toter Wolf
25 Tötungen im Vorjahr, sieben weitere 2026 – Österreich schießt im mehrjährigen Vergleich sogar fünf Mal mehr als Deutschland – WWF fordert Kurswechsel













