Mutmaßlicher Fall von Wildtierkriminalität – Naturschutzorganisation fordert konsequente Ermittlungen
Steiermark: WWF kritisiert Frontalangriff auf den Artenschutz
Die Naturschutzorganisation WWF reagiert äußerst besorgt auf die von der steirischen Landesregierung angekündigten Gesetzesnovellen. „Was als Reform verkauft wird, ist in Wahrheit ein Frontalangriff auf den Artenschutz“, sagt WWF-Biologe Christian Pichler. Die geplante Verlagerung geschützter Arten ins Jagdrecht berge die Gefahr, dass bewährte Schutzstandards aufgeweicht und europarechtliche Verpflichtungen unterlaufen werden. Zudem seien die vorgesehenen Abschussgenehmigungen „völlig überzogen“, während fachgerechte Präventionsmaßnahmen vernachlässigt würden.
Der WWF befürchtet gravierende Folgen für die Biodiversität in der Steiermark. „Die von der Politik bekämpften Wildtiere tragen wesentlich zu gesunden Ökosystemen bei. Wer sie ohne Rücksicht auf Verluste tötet, riskiert langfristig Probleme für Wälder, Gewässer und die Artenvielfalt“, sagt Christian Pichler. „Wölfe regulieren zu hohe Wildbestände. Biber schaffen wertvolle Feuchtlebensräume und verbessern den Wasserrückhalt, Fischotter sind wichtige Indikatoren für intakte Gewässer. Die geplanten Eingriffe gefährden diese ökologischen Leistungen“, warnt Pichler.
Der WWF fordert daher ein grundlegendes Umdenken hin zu einem wissenschaftsbasierten Wildtier-Management, mehr Präventionsmaßnahmen sowie eine bessere Unterstützung betroffener Landnutzer.
News
Aktuelle Beiträge
WWF warnt vor Artenverlust in der Unteren Lobau
Aktueller WWF-Artencheck: Langjähriger Wassermangel bedroht Bitterling, Donau-Kammmolch, Sumpfschildkröte und Flussmuscheln – Anhaltende Dürre verschärft die Lage und bedroht lokale Vorkommen
WWF-Ausblick: Österreichs Flüsse gehen stark geschwächt in den Herbst
Im August rund 90 Prozent der Pegelmessstellen mit sehr niedriger Wasserführung – Niederösterreich, Burgenland und Steiermark besonders betroffen – WWF fordert Schutzprogramm und Renaturierung
Ende der Begutachtung – WWF fordert Rücknahme der Vorarlberger Biber-Verordnung
Naturschutzorganisation legt Stellungnahme vor – Entwurf sieht jährliche Tötungskontingente von bis zu 32 Tieren vor – WWF fordert Vorrang für Prävention
Biokunststoffe auf dem Prüfstand: Neue Studie untersucht tatsächliche Abbaubarkeit in der Natur
Neue Forschungsinitiative testet Zersetzbarkeit von Biokunststoffen in über 20 natürlichen Lebensräumen – Kooperation des WWF Österreich und der Technischen Universität Bratislava
Tiroler Lech ist Fluss des Jahres!
Sie haben mit Ihrer Stimme entschieden: Der Lech wurde zu Österreichs Fluss des Jahres 2026 gewählt. Auf Platz zwei folgt die Schwarze Sulm, auf Platz drei der Kamp.
WWF-Flusswahl: Lech ist Österreichs „Fluss des Jahres“ 2026
Tiroler Wildfluss gewinnt Online-Voting über neun Flüsse – Schwarze Sulm in der Steiermark auf Platz zwei, Kamp in Niederösterreich auf Platz drei – Naturschutzorganisation fordert dauerhaften Schutz und mehr Renaturierung
WWF: Bund-Länder-Konflikt hinter Leerstellen im Renaturierungsplan
Schlüsselkapitel zu EU-geschützter Natur und Städten ohne Flächenangaben und Maßnahmen – Gesamtausmaß der zu renaturierenden Flächen bis 2030 fehlt – WWF fordert rasche Nachschärfungen
Erstmals Wolfsrudel in Nordtirol nachgewiesen: WWF fordert Abschuss-Stopp
Neue Verbreitungskarte des Österreichzentrums dokumentiert Rudel im Bezirk Landeck – Vier Jungwölfe bei Fiss gesichtet – WWF: Drei Abschussverordnungen sofort aussetzen










