Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Steiermark: WWF kritisiert Frontalangriff auf den Artenschutz
Die Naturschutzorganisation WWF reagiert äußerst besorgt auf die von der steirischen Landesregierung angekündigten Gesetzesnovellen. „Was als Reform verkauft wird, ist in Wahrheit ein Frontalangriff auf den Artenschutz“, sagt WWF-Biologe Christian Pichler. Die geplante Verlagerung geschützter Arten ins Jagdrecht berge die Gefahr, dass bewährte Schutzstandards aufgeweicht und europarechtliche Verpflichtungen unterlaufen werden. Zudem seien die vorgesehenen Abschussgenehmigungen „völlig überzogen“, während fachgerechte Präventionsmaßnahmen vernachlässigt würden.
Der WWF befürchtet gravierende Folgen für die Biodiversität in der Steiermark. „Die von der Politik bekämpften Wildtiere tragen wesentlich zu gesunden Ökosystemen bei. Wer sie ohne Rücksicht auf Verluste tötet, riskiert langfristig Probleme für Wälder, Gewässer und die Artenvielfalt“, sagt Christian Pichler. „Wölfe regulieren zu hohe Wildbestände. Biber schaffen wertvolle Feuchtlebensräume und verbessern den Wasserrückhalt, Fischotter sind wichtige Indikatoren für intakte Gewässer. Die geplanten Eingriffe gefährden diese ökologischen Leistungen“, warnt Pichler.
Der WWF fordert daher ein grundlegendes Umdenken hin zu einem wissenschaftsbasierten Wildtier-Management, mehr Präventionsmaßnahmen sowie eine bessere Unterstützung betroffener Landnutzer.
News
Aktuelle Beiträge
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben










