Aufnahmen von Wildtierkameras zeigen, wie thailändische Tigerfamilien durch die Wälder streifen. Und auch Zahlen bestätigen, dass sich die dortigen Tigerbestände erholen – in Thailand ist er seit 2024 um 16% angestiegen.
Tag der Feuchtgebiete: Schutz für wichtigstes Greifvogelgebiet Österreichs
Wien/St. Pölten, am 1. Februar 2010. Zum Tag der Feuchtgebiete am morgigen zweiten Februar starten der WWF und das Weinviertel Management ein neues Projekt in den March-Thaya-Auen. Im neu anlaufenden grenzüberschreitenden Schutzprojekt werden der WWF und das Weinviertel Mnagement in Niederösterreich gezielt Horstbäume und Altholzinseln schützen. Gleichzeitig wird das Erlebnisangebot erweitert und attraktiver gestaltet. Mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und des Lebensministeriums soll die Qualität des einzigartigen RAMSAR Gebiets so weiter verbessert werden. 500 gefährdete Arten werden so im wichtigsten Gebiet Österreichs für Greifvögel stärker geschützt.
Österreich, die Slowakei und Tschechien teilen sich seit dem Jahr 2007 ein trilaterales Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung (Ramsar-Konvention). Entlang von 150 Kilometern unzerschnittener Flussstrecke – von der Lobau bis nach Breclav – existiert das bedeutendste 55.000 Hektar große Flussschutzgebiet Mitteleuropas. Alleine im österreichischen Teil kommen 500 gefährdete Arten vor. Die March-Thaya-Auen sind nach dem Neusiedler See die Landschaft mit der größten Artenvielfalt Österreichs. Aus diesem Grund wurde diese Region auch in der vielfaltleben Kampagne des Lebensministeriums als nationaler Schwerpunkt zum Schutz der biologischen Vielfalt definiert.
Die March ist seit vielen Hundert Jahren ein Grenzfluss. Trotz dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 20 Jahren gibt es noch immer bürokratische Hürden. Ein grenzüberschreitendes Naturschutzprojekt soll nun die Barrieren abbauen. Die Auwälder sind ökologisch besonders wertvoll. Von 9.000 Hektar auf österreichischer Seite sind derzeit in den March-Thaya-Auen nur kümmerliche zwei Prozent der urtümlichen Auwälder geschützt. Seeadler, Schwarzstorch, Rot- und Schwarzmilan verlieren deshalb immer wieder ihre seltenen Brutplätze. „In den nächsten drei Jahren werden wir deshalb dringend erforderliche Schutzmaßnahmen umsetzen müssen“, kündigt WWF-Experte Gerhard Egger an.
Das Projekt mit dem Titel „RAMSAR-SKAT“ wird mit Unterstützung des Landes Niederösterreich und des Lebensministeriums im Rahmen des EU-Förderprogramms der Territorialen Zusammenarbeitin den Jahren 2010-2012 laufen. „Naturschutzbelange werden bisher oft nur als Hindernis wahrgenommen“, erläutert Doris Fried vom Weinviertel Management den Projekthintergrund „Im neuen RAMSAR-Projekt wollen wir das reichhaltige Naturerbe besser nutzen und das Gebiet noch interessanter machen.“
Heute vor 39 Jahren wurde die Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet. Das Übereinkommen ist eines der weltweit wichtigsten Naturschutzabkommen und wurde von 159 Staaten unterzeichnet. Österreich ist dem Abkommen 1983 beigetreten und hat mittlerweile 19 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung (Ramsar-Gebiete) ausgewiesen. Die Ramsar-Konvention trägt mit ihren Maßnahmen wesentlich dazu bei die biologische Vielfalt zu erhalten.
Der WWF dankt den Österreichischen Lotterien, die das Programm zum Schutz der Marchauen des WWF seit vielen Jahren unterstützen.
Rückfragehinweis
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 01-48817-250, claudia.mohl@wwf.at
Fotos zum Download: www.wwf.at/presse
Ramsar-Konvention: www.ramsar.at und www.ramsar.org
vielfaltleben-Kampagne: www.vielfaltleben.at
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