In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Task-Force-Start: WWF fordert echte Ökologisierung des Steuersystems
Wien, 26. Februar 2020. Anlässlich der heutigen Auftaktsitzung der „Task Force Ökosoziale Steuerreform“ fordert der WWF Österreich von der Bundesregierung eine echte Ökologisierung des Steuersystems und einen raschen Abbau umweltschädlicher Subventionen. „Wir brauchen endlich einen großen Wurf statt kleiner Schritte. Das gesamte System muss konsequent auf Klimaschutz und Energiesparen ausgerichtet werden. Ansonsten bleibt auch die angekündigte Klimaneutralität 2040 nur ein Luftschloss“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. „Das Klimaprogramm der Bundesregierung muss rasch mit Reformen und Budgets ausgestattet werden. Dafür braucht es aber nicht nur eine engagierte Umweltministerin, sondern auch den vollen Klimaschutz-Einsatz von Bundeskanzler und Finanzminister. Kosmetische Verbesserungen reichen nicht, wenn Österreich milliardenschwere Strafzahlungen für Klimasünden vermeiden will“, warnt Schellmann.
Um eine echte Trendwende einzuleiten, müssen die von der Bundesregierung bisher nur vage skizzierten Schritte ambitioniert umgesetzt und mit weiteren Maßnahmen verbunden werden. „Aufgrund jahrzehntelanger Versäumnisse ist der Handlungsbedarf riesengroß. Eine ganzheitlich gedachte Steuerreform muss umweltfreundliches Verhalten spürbar belohnen und fossile Energien flächendeckend ausbremsen. Für den notwendigen Klimaschutz-Lenkungseffekt ist zwingend ein eigener Öko-Bonus notwendig, der aus einer fairen CO2-Bepreisung finanziert wird. Umweltverschmutzung muss endlich einen Preis bekommen“, fordert Schellmann.
Ebenfalls zentral ist eine grundlegende Reform der milliardenschweren Pendlersubventionen. "Einerseits braucht es einen starken Bonus für jene, die mit den Öffis oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Andererseits müssen teure fossile Relikte wie das Dieselprivileg gestoppt werden, um den Tanktourismus zu stoppen und der ökologischen Kostenwahrheit näher zu kommen. Parallel dazu gehören die Angebote für klimafreundliches Pendeln deutlich ausgebaut. Hier gibt es immer noch große Defizite, was Taktung und Möglichkeiten im ländlichen Raum betrifft“, sagt WWF-Klimasprecher Karl Schellmann.
Rückfragehinweis
Mag.a (FH) Julia Preinerstorfer, MA
Pressesprecherin
Mobil: +43 676 834 88 240
julia.preinerstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung
Amazonas: Neue Studie warnt vor 1,4 Millionen Hektar zusätzlicher Entwaldung
Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus













