Tatort Kaunertal
Eine siebenteilige Serie
über den Energiekonzern TIWAG
und das Monster-Kraftwerk Kaunertal
Tatort Kaunertal:
Wie die TIWAG unter dem Deckmantel “sauberer Energie für Tirol”
die Natur für maximalen Profit zerstört
Sauberen Strom für eine sichere Zukunft – das wünschen sich gerade in Krisenzeiten die Tirolerinnen und Tiroler vom landeseigenen Energiekonzern, der TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG). Doch woher soll der gewünschte “saubere Strom” kommen? Während man in anderen Ländern auf Wind- und Sonnenenergie setzt, lautet der Plan der TIWAG: Wasserkraft soll weiter massiv ausgebaut werden. Dafür werden sogar jahrzehntealte, längst nicht mehr zukunftsfähige Projekte wieder aus der Schublade hervorgeholt.
Gemeint ist der geplante Ausbau des Kraftwerks Kaunertal im idyllischen Tiroler Oberland. Dieser sorgt für Protest bis weit über die Landesgrenzen und wirft viele Fragen auf: Warum wird ein unberührtes Gebirgstal geopfert, obwohl es auch Alternativen gibt? Geht es wirklich nur um Energie für Tirol, oder vielmehr um maximale Profite an der europäischen Strombörse? Wohin fließen die Milliarden, die durch Wasserkraftwerke in den Tiroler Alpen auf Kosten der Natur erwirtschaftet werden? Welche Rolle spielt die Landespolitik in dem Konzern? Wer profitiert wirklich vom Geschäftsmodell der TIWAG? Und warum werden die Gefahren durch Hangrutschungen, die Geologen im Bereich des Kraftwerks Kaunertal festgestellt haben, geleugnet und ignoriert?
Diese und weitere Fragen sind wichtig, um die Vorgänge und Motive beim Ausbau des größten Wasserkraftwerkes der Ostalpen einordnen zu können. Der WWF will sie beantworten – in einer siebenteiligen Serie über den Energiekonzern TIWAG und das Monster-Kraftwerk Kaunertal.
Das gigantomanische Ausbauprojekt Kaunertal steht wie kein zweites für die gestrige und einseitige Energiepolitik der Tiroler Landesregierung und der TIWAG. Die Energiewende darf nicht mit noch mehr Naturzerstörung erkauft werden.
Einige Eckdaten des Ausbauprojekts:
- 120 Meter hoher und 450 Meter breiter Staudamm im Platzertal
- Stausee mit 45 Millionen Kubikmetern Fassungsvolumen
- Verlust von 6,3 Hektar Moorflächen im Platzertal
- Bis zu 80 Prozent weniger Wasser im Ötztal als Folge der Ausleitung von vier Gebirgsbächen und -flüssen
- Neubau von etwa 23 Kilometern unterirdischer Stollen
- Erhöhung der Schwallbelastung im Inn
Tatort Kaunertal
Eine 7-teilige Serie über den Energiekonzern TIWAG
Tatort Kaunertal #1
Der Erdgaskonzern TIWAG
Tatort Kaunertal #2
TIWAG - Konzern ohne Aufsicht
Tatort Kaunertal #3
Wasserkraft - die unsichtbare Gefahr
Tatort Kaunertal #4
Wasserkraft – sauberes Image, zerstörte Natur
Tatort Kaunertal #5
TIWAG als Heuschrecke in der Landschaft
Tatort Kaunertal #6
TIWAG - eine Skandalgeschichte
Tatort Kaunertal #7
Auf dem Weg in eine unsichere Zukunft
JETZT Kaunertal-Verfahren stoppen!
Sicherheit vor Profit! Fordern Sie den Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle auf, das laufende Genehmigungsverfahren sofort zu stoppen.
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