Science-Studie untersucht Folgen des Rückzugs großer Sojahändler aus freiwilligem Soja-Moratorium – WWF-Umrechnung: Prognostizierte Rodungsfläche entspricht rund 34-mal Wien – Entwaldungsfreie Lieferketten gefordert
Taxonomie-Vorlage laut WWF “Armutszeugnis für EU-Kommission“
Mit der Vorlage des unverändert desaströsen Rechtsaktes an Parlament und Rat, erntet die EU-Kommission heute weiter scharfe Kritik von der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature): “Das ist ein Armutszeugnis für die EU-Kommission und ein klarer Arbeitsauftrag an das Europäische Parlament. Auch die österreichischen Abgeordneten müssen sich jetzt in ihren Fraktionen für ein Veto einsetzen und das geplante Greenwashing von Atomkraft und Erdgas verhindern”, fordert Jakob Mayr, WWF-Experte für nachhaltige Finanzen. In den nächsten Wochen und Monaten gehe es darum, die Taxonomie wieder zu dem zu machen, was ursprünglich vorgesehen war: ein wissenschaftsbasierter, glaubwürdiger Kriterienkatalog für klima- und naturverträgliche wirtschaftliche Tätigkeiten.
“Eine Ablehnung von Atomkraft und Erdgas in der Taxonomie wäre ein wichtiges Signal an die weltweiten Finanzmärkte und würde damit auch dem ramponierten Green Deal wieder etwas Leben einhauchen”, sagt WWF-Experte Jakob Mayr. “Sonst könnten Milliarden Euro in schädliche Industrien fließen und einen fatalen Lock-in Effekt produzieren, der Europa noch weiter vom 1,5 Grad Ziel entfernt”, warnt Mayr.
Atomkraft ist weder nachhaltig noch zukunftsfähig und wäre daher die völlig falsche Antwort auf die Klima- und Biodiversitätskrise. Genauso darf Erdgas laut WWF keinen Platz in der Taxonomie haben. Denn gemeinsam mit Erdöl und Kohle gehört fossiles Gas weltweit zu den größten Klimakillern und ist allein in Österreich für 20 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Besonders problematisch ist das bei der Erdgasgewinnung freigesetzte Methan, ein noch viel schädlicheres Treibhausgas als CO2. Etwa zwei Drittel unserer Energieversorgung bestehen derzeit aus importierter fossiler Energie. Das verursacht je nach Höhe der Preise ein jährliches Defizit von acht bis zehn Milliarden Euro für die heimische Volkswirtschaft. “Europa muss vor allem in Energiespar-Programme und naturverträgliche erneuerbare Energieträger investieren anstatt neue Abhängigkeiten zu schaffen”, fordert Jakob Mayr vom WWF.
News
Aktuelle Beiträge
WWF startet Biodiversitäts-Training für Lehrlinge
Neues Weiterbildungsangebot verbindet Naturerlebnis, Artenschutz und Wirtschaft – Pilotphase mit Wien Energie und Caritas Wien im WWF-Auenreservat Marchegg in Niederösterreich
WWF startet erstmals Wahl zu Österreichs Fluss des Jahres
Online-Voting über neun Flüsse aus allen Bundesländern bis 1. September – Fachleute wählten Kandidaten nach Artenvielfalt, Gefährdung und Schutzbedarf aus
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf










