Im WWF-Reservat hat die Storchen-Saison begonnen – 2025 gutes Jahr für den Storchen-Bestand – Weitere Rückkehrer werden in den kommenden Wochen erwartet
UVP für KW Gössendorf unvollständig:
Wien, Graz, am 18. September 2009 – Wie immer deutlicher wird, wurden wichtige Entscheidungen rund um die Planung des Murkraftwerks Gössendorf offenbar hinter verschlossenen Polstertüren gefällt. Dass der Bau und der Betrieb des Kraftwerks die lückenlose Versorgung der GrazerInnen mit unbedenklichem Trinkwasser gefährden könnte, wurde offenbar im -bereits abgeschlossenen UVP-Verfahren nicht festgestellt.
Die verantwortliche Graz AG selbst hat in einem Positionspapier vom Juli 2009 Bedenken in Bezug auf eine Gefährdung des Grazer Trinkwassers durch den Bau und den Betrieb vor allem der Murkraftwerke Gössendorf und Stübing angemeldet, und konstatiert, dass die möglichen Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung nur schwer kalkulierbar seien. WWF fordert deshalb jetzt eine rasche Klärung durch unabhängige Experten.
In einer vollständigen Umweltverträglichkeitsprüfung hätten die BürgerInnen gerne die Möglichkeit wahrgenommen, mitzureden und Bedenken anzumelden – wenn eine rechtzeitige Information erfolgt wäre. „So darf man mit Wasser, unserem kostbarsten Gut, einfach nicht umgehen!“, ist Andreas Wurzer, Stv. Geschäftsführer des WWF, empört. „Was es jetzt braucht, ist eine neutrale Untersuchung unabhängiger Fachexperten. Aus unserer Sicht ist das KW Gössendorf zum derzeitigen Zeitpunkt nicht genehmigsfähig!“
In der Stadtzeitung Falter Nr. 38/09 räumt Klaus-Peter Weinbauer von der Graz AG ein, dass beim Ausfall der Wasserkraftwerke Friesach und Feldkirchen die Wasserversorgung von Graz tatsächlich gefährdet sein könnte. Trotz aller Vorkehrungen könnten zudem Prozesse ablaufen, die allmählich zu einer Wasserverschlechterung führen und es notwendig machen würden, das Grazer Trinkwasser aufzubereiten.
Diese Informationen sollten offenbar nicht an die Öffentlichkeit gelangen. „Als wären die massiven Zerstörungen der Natur und Lebewelt durch das KW Gössendorf nicht genug, wird die Bevölkerung jetzt auch noch mit der Gefährdung des Trinkwassers konfrontiert“, so Wurzer. „Bürgermeister Nagl und die Grazer GemeinderätInnen müssen die berechtigten Bedenken der BürgerInnen ernst nehmen und jetzt beim KW Gössendorf die Notbremse ziehen!“
Der WWF appelliert an die Stadtregierung für eine Vernunftentscheidung und unterstützt den Aufruf der besorgten Bürgerinnen auf www.grazertrinkwasseringefahr.at
„Die Grazerinnen und Grazer wollen keine Experimente mit ihrer Trinkwasserversorgung!“
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF Pressesprecherin, Tel. 01/488 17 250
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
20 Jahre WWF Earth Hour: Weltweit gehen am 28. März die Lichter aus
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten













