September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
Vorsicht, Kamera!
WWF Presseaussendung
Vorsicht, Kamera!
WWF lässt mit neuer Technik Dutzende Wilderer auffliegen
Nairobi/Berlin, Wien, 22. 11. 2016 – Mithilfe von Wärmebildkameras und einer speziellen Computersoftware konnte der WWF in Ostafrika in den letzten Monaten zahlreiche Wilderer aufspüren. Seit der testweisen Installation der Technik im Masai Mara-Reservat in Kenia sowie einem weiteren Schutzgebiet des Landes Anfang März wurden auf diese Weise mehr als zwei Dutzend Wilderer festgenommen. Mit den Kameras und der Software, die Menschen auch auf weite Distanz erkennen kann, ist es nach Angaben der Umweltschützer erstmals möglich, weitläufige Gebiete auch bei Nacht effektiv zu kontrollieren. „Die Zeit, in der Wilderer im Schutz der Dunkelheit in die Reservate eindringen und wieder fliehen konnten ist vorbei“, so Colby Loucks, Referent für Wildtierkriminalität beim WWF.
„Die Ranger bekommen mit den Kameras und der Software nun die Hilfe, die sie so dringend benötigen. Selbst bei absoluter Finsternis können wir Wilderer nun bis auf eine Meile Entfernung entdecken“, so Loucks weiter. Laut WWF ist es das erste Mal, dass die Technik jenseits militärischer Zwecke angewandt wird. Langfristiges Ziel sei es, auch Drohnen mit den Wärmebildkameras und der Software auszustatten. Auf diese Weise könnten noch größere Regionen vor der illegalen Jagd geschützt werden.
Afrika erlebt seit einigen Jahren eine dramatische Wildereikrise. Allein im vergangenen Jahr wurden ungefähr 30.000 Elefanten und knapp 1.340 Nashörner getötet, hinzu kommen unzählige weitere Arten, die von Handlangern des illegalen Artenhandel gewildert, geschmuggelt und verkauft wurden. Laut WWF wird das Geschäft vor allem von der international organisierten Kriminalität gelenkt. Dabei ist die Wilderei nicht nur eine Gefahr für die Tierwelt, sondern untergräbt das staatliche Gewaltmonopol, fördert Korruption und behindert die wirtschaftliche Entwicklung ganzer Regionen.
Weitere Informationen:
Claudia Mohl, Pressestelle WWF Österreich, Tel.: 0043 676 83 488 203, claudia.mohl@wwf.at
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