Mehr als 3.000 Tonnen pro Tag – WWF fordert zum Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung verbindliche Reduktionsziele und erleichterte Lebensmittelspenden
Wieder zurück aus Afrika: Erster Storch in Marchegg gelandet
Wien/Marchegg, am 26. 2. 2019 – Dienstagvormittag, am 26. Februar, tauchte der erste Weißstorch im WWF-Reservat Marchauen in Niederösterreich auf. Fast drei Wochen früher als in den vergangenen Jahren, läutet der gefiederte Frühlingsbote heuer die Storchensaison ein. Meister Adebar drehte seine Runden über dem Reservat, nachdem er gestern schon in der Umgebung gesichtet wurde. Am Samstag, den 23. März öffnet auch das Marchegger Storchenhaus wieder seine Pforten. Ein spannendes Exkursionsprogramm lädt Groß und Klein zum Ausflug in die Au ein. Alle Termine sind unter www.wwf.at/storchenhaus zu finden.
Abhängig von der Großwetterlage und der Thermik, werden innerhalb der nächsten Wochen nach und nach die übrigen Störche eintreffen. Die Marchegger Störche gehören zu den Ostziehern, die von Ost- und Südafrika via Ägypten und Bosporus nach Österreich kommen – eine Flugreise von rund 10.000 Kilometern. Während anderswo die Storchennester auf Hausdächern zum Ortsbild gehören, brüten die Störche der Marchauen großteils in den alten Eichen beim Schloss. Das macht die Marchegger Weißstorchkolonie einzigartig in Europa.
Die männlichen Störche sind meist etwas früher zurück und besetzen die riesigen Baumhorste. Danach warten sie darauf, dass sich ein Weibchen zu ihnen gesellt. Oft ist das die Partnerin der vorangegangenen Jahre. Gleich nach der Paarbildung machen sich die Störche an die „Renovierung“ des Horstes. Im April beginnt das Brutgeschäft.
„2018 zogen in den unteren Marchauen in und um Marchegg 35 Storchenpaare insgesamt 88 Jungvögel groß“, erklärt Jurrien Westerhof vom WWF Österreich. „Es gab etwas weniger Brutpaare als im Vorjahr, doch die Anzahl der ausgeflogenen Jungvögel liegt im langjährigen Durchschnitt“. Für Westerhof ein Hinweis darauf, dass die Lebensbedingungen für die Störche in den Marchauen ideal sind: Die Rinder und Pferde, die hinter dem Marchegger Schloss weiden, halten die Vegetation niedrig und machen dem Storch die Jagd auf seine Beute leicht. Durch die abwechslungsreiche Vegetation gibt es auch viele Heuschrecken.
Insgesamt geht die Anzahl der Storchen-Brutpaare im gesamten Marchraum im Nordosten Österreichs und im angrenzenden Teil von Tschechien und der Slowakei zurück. Die genaue Ursache dafür ist nicht bekannt, und muss möglicherweise auch nicht vor Ort, sondern entlang der Flugroute gesucht werden.
Dennoch leiden viele Arten des March-Einzugsgebietes, die auf Feuchtbiotope angewiesen sind, an den Folgen des Klimawandels: Die Niederschlagsmengen gehen zurück während durch die steigenden Temperaturen mehr Wasser verdunstet. Dadurch führt die March allmählich weniger Wasser. Auch die Schneemengen sind viel geringer als früher, wodurch die Frühlingshochwasser immer häufiger ausbleiben.
Mehr Erfahren im Besucherzentrum Storchenhaus
Ab dem 23. März hat das Storchenhaus im Schlosspark Marchegg wieder täglich von 09:30 bis 16:00 geöffnet. Das Informationszentrum für Naturtourismus mit angeschlossenem Shop für Bio- und regionale Produkte, bietet spannende Exkursionen in die Au für Familien und Schulklassen an. Die nächste Exkursion „Lust auf Molche?!“ findet am 30. März statt.
Alle Infos zum Exkursionsprogramm 2019: www.wwf.at/storchenhaus
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl,
Pressesprecherin WWF Österreich,
Tel. 0676/83488203,
claudia.mohl@wwf.at
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