77 Prozent der wertvollen Flussstrecken ohne verbindlichen Schutz vor weiterem Wasserkraftausbau – Hitze und Dürre machen Schutz und Renaturierung dringlicher – WWF legt Zeugnisse für alle neun Bundesländer vor
Wiederbelebte Natur hautnah erleben. WWF Österreich lud zum Flusserlebnistag in die Gaisau
Innsbruck / Hatting, 28. Mai 2019. Entgegen der schlechten Vorhersage lachte die Sonne vom Himmel auf rund hundert Besucherinnen und Besucher, die am Samstag, 25. Mai, in die Gaisau gekommen waren, um sich über die Tierwelt des Schutzgebiets am Inn und die neue Baumaßnahme am Hattinger Bach zu informieren.
Die Holzpilotenreihen, die seit kurzem das alte Stauwehr am Bach ersetzen, erfüllen gleich mehrere Zwecke: Einerseits bremsen sie die Fließgeschwindigkeit des Hattinger Baches und helfen damit, den Grundwasserspiegel für das bachaufwärts gelegene Stillgewässer und die Feuchtwiesen stabil zu halten. Andererseits verbessern sie den Hochwasserschutz für die Gemeinde Hatting, indem das Wasser über die Barriere schneller abfließen kann.
„Das ökologische Hauptziel des Umbaus ist, dass Fische wieder bachaufwärts schwimmen und sich im Schutzgebiet vermehren können. Vor 25 Jahren zählte man noch mehr als 13 Fischarten im Stillgewässer der Gaisau – in den letzten Jahren waren es nur mehr zwei“, erklärt Elisabeth Sötz, WWF-Expertin für den Inn. Am Flusserlebnistag in der Gaisau wurden die neuen Hölzer von den vielen jungen Besucherinnen und Besuchern genutzt, um darauf zu balancieren und den Bach sowie die wiederbelebte Natur darin zu erkunden.
Die Baumaßnahme erfolgte in Zusammenarbeit von Gemeinde Hatting, Land Tirol, Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Tiroler Fischereiverband, WWF Österreich und Blühendes Österreich.
Nähere Informationen unter: www.wwf.at/de/renaturierung-hatting
Rückfragehinweis:
Vincent Sufiyan
WWF-Pressesprecher
Tel. 0676/83 488 308
E-Mail: vincent.sufiyan@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
UNO-Artenschutzkonferenz: WWF bewertet Ergebnis als „verpasste Chance“
Staaten bleiben bei Naturschutz-Finanzierung und Abbau umweltschädlicher Subventionen hinter notwendiger Ambition zurück – WWF fordert Konsequenzen auch in Österreich
CITES-Meeting: WWF warnt vor Tigerfarmen als Deckmantel für illegalen Wildtierhandel
Große Datenlücken erschweren Kontrolle des Handels mit Tigern – WWF fordert strengere Aufsicht und ein Ende der Zucht für den Handel mit Körperteilen – Artenschutzgremium CITES tagt in Genf
WWF und Ozeanforscherin Sylvia Earle legen Grundstein für besseren Schutz des Mittelmeers
Neue Hoffnungs-Zone für den Artenschutz im Mittelmeer – Basis für grenzüberschreitenden Schutz seltener Hai- und Rochenarten, Wale, Delfine und Meeresschildkröten – WWF fordert politische Zusagen
Weltnaturkonferenz: WWF fordert Kurskorrektur bei Milliarden-Subventionen
UNO-Konferenz vor Abschluss – Reform umweltschädlicher Subventionen stark umkämpft – Naturschutzorganisation fordert verbindlichen Finanzierungsplan
WWF zum Klimagesetz: Ohne verbindliche Pflichten droht Mogelpackung
Begutachtungsfrist endet am Freitag: Verbindliche Sektorziele und Rechtsschutz fehlen, Standortklausel ermöglicht Rückzieher – Bundesregierung und Nationalrat müssen Entwurf nachschärfen
WWF: 20 Spitzmaulnashörner zum Schutz vor Wilderern evakuiert
Nashorn-Wilderei in Südafrika bedroht Arterhalt – Umsiedlung von Tieren nach Botswana zum Aufbau neuer Populationen – WWF vor Ort im Einsatz gegen illegale Jagd und Handel mit Nashorn-Horn
Weltnaturkonferenz: WWF warnt vor Scheitern zentraler Verhandlungen
Zum Start des Ministersegments stocken Verhandlungen über Naturschutz-Finanzierung – WWF fordert verbindliche Finanzierungszusagen und Abbau umweltschädlicher Subventionen
WWF: Über 1,25 Millionen Stimmen gegen Abbau des EU-Naturschutzes
Umwelt-Allianz übergibt Petition heute an EU-Umweltkommissarin Roswall – WWF fordert Erhalt zentraler Schutzgesetze und klare Position der Bundesregierung












