Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
Wolf in OÖ: WWF mahnt zu Besonnenheit statt Stimmungsmache
Wien, am 23. November 2017 – Im Zusammenhang mit Berichten über einen Wolf, der am vergangenen Montag in Bad Kreuzen in Oberösterreich kein Fluchtverhalten gegenüber Landwirten gezeigt haben soll, mahnt der WWF Österreich zu Besonnenheit und einer Rückkehr zur Sachlichkeit: Wölfe sind vorsichtige Tiere, die in der Regel den Kontakt mit Menschen meiden. Sie sind aber auch neugierig und lernfähig. In Gebieten, in denen sich Wölfe regelmäßig aufhalten, wird es daher früher oder später zu Beobachtungen kommen.
Der WWF fordert, dass Österreich endlich ein umfassendes Wolfs-Management umsetzt. Mit einer gesicherten Finanzierung und in Folge ausreichenden personellen Ausstattung, könnte eine aktive Nachschau nach anwesenden Wölfen erfolgen, die Lage jeweils aktuell rasch eingeschätzt werden und wenn nötig umgehend Maßnahmen wie Vergrämung gesetzt werden.
Einmal mehr warnt der WWF davor, Wölfe zu füttern – etwa, um sie beobachten und fotografieren zu können. „Damit bringt man sie erst auf die ‚Idee‘, menschliche Nähe aktiv zu suchen“, so WWF-Experte Christian Pichler. „Wenn Wölfe sich wiederholt Menschen, Hunden oder Siedlungen nähern, sollten sie vergrämt, das heißt beispielsweise mit Gummi-Schrot beschossen werden. Für solche Maßnahmen stehen die Österreichischen Wolfsbeauftragten zur Verfügung.“, unterstreicht Pichler.
Das gemeinsame Ziel muss sein, bedrohten Tierarten wie dem Wolf das Überleben zu ermöglichen und gleichzeitig die Konflikte zu entschärfen, die mit seiner Rückkehr einhergehen, so der WWF abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/48817-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.
WWF-Bericht: Klimaschäden bald nicht mehr versicherbar
Bericht zeigt großen Handlungsbedarf bei der Vorsorge gegen klimabedingte Schäden – WWF legt 4-Punkte-Plan gegen aufgehende Versicherungslücke vor
Hochseeabkommen tritt in Kraft: WWF sieht „historische Chance” für den Meeresschutz
Rund zwei Drittel der weltweiten Meeresoberfläche ab Samstag erstmals unter Schutz – WWF begrüßt das Abkommen und fordert lückenlose Umsetzung
Mehrwertsteuer-Senkung: WWF fordert Fokus auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
Bundesregierung sollte Steuern vor allem auf pflanzliche Lebensmittel senken – Etwaige Subventionierung des Fleischabsatzes wäre klimaschädlich und gesundheitspolitisch falsch
Neue UBA-Prognose: WWF fordert Sofortprogramm zum Erreichen der Klimaziele
Österreich droht Klimaziele zu verfehlen, Strafzahlungen in Milliardenhöhe möglich – WWF fordert Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie Natur- und Bodenschutz-Offensive
Winterzeit ist Ruhezeit: WWF gibt Tipps zum Schutz von Wildtieren
Störungen in der kalten Jahreszeit gefährden heimische Arten – WWF ruft zu rücksichtsvollem Verhalten in der Natur auf
Kaunertal-Kraftwerk: Tiwag verweigert Auskünfte zu möglichen Sicherheitsrisiken
WWF-Informationsfreiheits-Anfrage nur lückenhaft bis gar nicht beantwortet: Landesenergiekonzern will Gefahrenberichte, Flutwellen-Szenarien und Hangrutsch-Monitoring im Kaunertal geheim halten













