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WWF: 75 Prozent Strom sparen beim Ostereierkochen
Wien, Dienstag, 3. April 2012 – Knapp zwei Milliarden Schaleneier verspeisen die Österreicher jährlich – und verschleudern beim Kochen unnötig Energie. Der WWF hat getestet, wie sich Eier am energiesparendsten hartkochen lassen – nicht nur zu Ostern. „Mit der richtigen Methode können drei Viertel der Energie und damit bares Geld eingespart werden“, so WWF-Energieexperte Karl Schellmann. So kann sich jeder auch nach der Earth Hour noch aktiv für den Klimaschutz einsetzen.
Der Schweizer Adolf Ogi demonstrierte vor über 20 Jahren im Fernsehen vor einem Millionenpublikum seine legendäre Eierkochmethode. Er warb damit für ein energieeffizientes Kochen. Der WWF und die Elektrizitätswerke des Schweizer Kantons Zürich wollten wissen, ob die Ogi-Methode auch im Zeitalter von Induktionsherden noch funktioniert. Sie ließen deshalb vom Testzentrum SALT (Swiss Alpine Laboratories for Testing Energy Efficiency) sieben Eierkoch-Methoden untersuchen. Fazit: Die effizienteste Methode braucht gegenüber der ineffizientesten rund viermal weniger Energie.
An die Spitze schaffte es der Eierkocher. Er muss nur eine winzige Menge Wasser erhitzen und stellt sofort ab, sobald diese verdampft ist. Hart auf den Fersen folgt die Ogi-Methode: zwei Fingerbreit Wasser, Deckel auf die Pfanne. Wenn das Wasser ordentlich sprudelt, Herd ausschalten und Restwärme nutzen. Sowohl mit dem Induktionsherd als auch auf Glaskeramik schafften es diese zwei Varianten auf das Siegerpodest. Wobei die Ogi-Methode auf dem Induktions- und Gasherd mangels Restwärme angepasst werden muss: Der Herd muss auf der niedrigsten Stufe eingeschaltet bleiben.
Die ineffizienteste, aber vermutlich am häufigsten angewendete Methode ist jene, bei der die Eier mit Wasser bedeckt sind und ohne Pfannendeckel gekocht werden: Der Energieverbrauch ist hier um das Dreieinhalb- bis Vierfache höher als beim Eierkocher, unabhängig von Glaskeramik, Gasherd, Induktion oder Gussplatte. „Leider empfehlen die meisten Kochbücher immer noch die ineffizienteste Methode mit viel Wasser und offenem Deckel“, sagt WWF-Energieexperte Schellmann. Knapp zwei Milliarden Schaleneier verspeisen die Österreicher jährlich. Mit den effizientesten Methoden könnten sie den Stromverbrauch fürs Ostereierkochen um etwa 75 Prozent senken. So einfach kann Energiesparen sein.
Tipps fürs Ostereierkochen:
- Immer Deckel auf die Pfanne
- Die Herdplatte sollte nicht größer als das Kochgeschirr sein
- Zwei Finger breit Wasser reichen, Eier müssen nicht bedeckt sein
- Bei konventionellen Herden Restwärme ausnutzen, bei Gas- oder Induktion auf kleinster Stufe fertig kochen.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Leiter Medien WWF, Tel. 01/488 17-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
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