Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.
WWF ad Natura-2000-Treffen: Bundesländer müssen endlich in den Arbeitsmodus kommen
Heimisches Naturerbe sichern und millionenschwere Strafzahlungen vermeiden – Wenn sich Länder weiterhin verweigern, muss Bund mehr Druck machen – Natura 2000 muss Chefsache werden
Wien, 15. 11. 2017 – Anlässlich der heutigen Verhandlungsrunde der Bundesländer mit Vertretern der EU-Kommission fordert der WWF Österreich die überfällige Umsetzung der europäischen Naturschutzvorgaben ein. „Unsere Bundesländer müssen endlich in den Arbeitsmodus kommen und ihren europäischen Verpflichtungen nachkommen. Nur die eigene Tatenlosigkeit zu zelebrieren, reicht definitiv nicht aus. Vielmehr geht es jetzt darum, unser Naturerbe langfristig zu sichern und allfällige EU-Strafzahlungen in Millionenhöhe zu verhindern“, sagt Christoph Walder, Bereichsleiter Naturschutz beim WWF.
Der WWF Österreich sieht auch die künftige Bundesregierung und damit die aktuellen Regierungsverhandler Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache gefordert. „Wenn die Länder ihrer Naturschutz-Verantwortung nicht nachkommen, muss der Bund mehr Druck machen und Naturschutz zur Chefsache machen. Denn wenn EU-Strafzahlungen fällig werden, schadet das nicht nur dem Image Österreichs, sondern werden auch alle Steuerzahler belastet. Das müssen Bund und Länder gemeinsam verhindern“, fordert Walder.
Die von den Landeshauptleuten zuletzt geforderte Evaluierung des Nominierungsbedarfs sei jedenfalls nur eine weitere Nebelgranate. Denn das regelmäßig aktualisierte Natura-2000-Barometer der EU-Kommission bestätigt nur, dass Österreich bei den Natura-2000-Gebietsnetzwerken zu den Schlusslichtern im EU-Vergleich zählt. „Damit darf sich ein Land wie Österreich nicht abfinden, wir müssen hier wieder zurück an die Spitze kommen“, appelliert WWF-Experte Walder an Bund und Länder.
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF-Pressesprecher, Tel. 01/48817-231, E-Mail: gerhard.auer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Auswilderungsprojekt: Tiroler Wisent-Kuh „Ina” erfolgreich im Kaukasus freigelassen
Naturschutzorganisation siedelt Wildrinder in ihrer Heimat Aserbaidschan an – Kuh „Ina” aus Innsbruck ist eines von 18 Tieren – WWF: „Paradebeispiel für internationalen Artenschutz”
Stromanbieter-Check: TIWAG fällt bei Stromanbieter-Check durch
129 heimische Stromanbieter von WWF und GLOBAL 2000 analysiert – TIWAG aufgrund von mangelnder Transparenz und fehlender naturverträglicher Strategie nur auf Platz 116
Stromanbieter-Check: Wenige Vorreiter, viel Intransparenz
WWF und GLOBAL 2000 analysieren 129 heimische Stromanbieter: Nur drei Vorreiter gekürt, schlechtes Zeugnis für viele Landesenergieversorger
Tiwag-Talschaftsverträge: WWF fordert Reformen statt heimlicher Absprachen
Geheime Vereinbarungen erst nach Gerichtsbeschluss offengelegt – WWF fordert volle Transparenz, unabhängige Kontrolle und neue Spielregeln für künftige Verträge
Good News: Neues Jahr bringt Fangverbot für Störe in Bulgarien
Bulgarien hat ein dauerhaftes Fangverbot für Störe in der Donau und im Schwarzen Meer eingeführt. Der WWF Bulgarien spielte dabei eine Schlüsselrolle.
Treibhausgas-Bilanz: WWF warnt vor drohendem Verfehlen der Klimaziele
Ausblick negativ, Österreich nicht auf Kurs für 2030 und 2040 – Verfehlen der Klimaziele wäre „politisches Debakel der Sonderklasse“
WWF zum Ableben von Andreas Pataki
Früherer Bürgermeister von Marchegg und langjähriger Partner im WWF-Auenreservat Marchegg verstorben – WWF würdigt Lebenswerk und Einsatz für Natur
Good News: Abkommen als Meilenstein für Meeresschutz
Das neue Jahr läutet eine neue Ära der Meerespolitik ein: Durch das internationale Abkommen zum Schutz der Hohen See gibt es nun endlich Regeln für zwei Drittel der globalen Meeresfläche.












