WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere

24. Juni 2026 | Arten, Presse-Aussendung

Hitze und Trockenheit setzen Amphibien, Jungvögeln und Schmetterlingen besonders zu - WWF fordert mehr Wasserrückhalt und gibt Tipps, um Wildtieren zu helfen

Die Naturschutzorganisation WWF Österreich warnt vor den Folgen der anhaltenden Rekord-Hitze für Wildtiere. „Die anhaltende Hitze lässt mehr Lebensräume als sonst für Fische, Insekten und Amphibien verschwinden. Wenn Pfützen und Tümpel versiegen, geht außerdem wertvolles Trinkwasser für sie verloren”, sagt WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler.

Der WWF fordert daher umgehend wirksame Maßnahmen, um den Verlust von Wasser in der Landschaft zu vermeiden: „Neben funktionierenden Ökosystemen braucht es Weitblick und einen sparsamen Umgang mit Wasser. Wir brauchen mehr Maßnahmen zum Wasserrückhalt in der Landschaft, weniger Bodenversiegelung und konsequente Renaturierung”, sagt Christian Pichler vom WWF. Die Entwicklung sogenannter Schwammlandschaften, die Wasser in der Fläche halten, unterstützt zusätzlich. Es braucht mehr Feuchtgebiete und Flussrenaturierungen, während die Bodenversiegelung auf ein Minimum reduziert wird. Fördermaßnahmen für den Biber als Renaturierungs-Helfer können diese Schritte beschleunigen.

Jungvögel und Schmetterlinge leiden besonders   
Die aktuelle Hitze sorgt so kurz nach Ende der Brutzeit für einen besonders schweren Start ins Leben für Jungvögel. Unter dem Verlust von Nahrungs- und Wasserquellen leiden auch Frösche und Kröten, die ihre Haut feucht halten müssen. Trocknen Tümpel aus, haben Laich und Kaulquappen keine Chance auf Überleben. Auch Regenwürmer ziehen sich in tiefere Erdschichten zurück, um nicht auszutrocknen. Das macht die Nahrungssuche für Amseln und Störche zu einer zusätzlichen Herausforderung.

Einige Falter- und Schmetterlingsarten geraten durch den klimabedingten Verlust geeigneter Lebensräume zunehmend unter Druck. Anhaltende Hitzeperioden verstärken die Verdunstung und lassen Böden und Vegetation austrocknen – ein Problem, das durch Bodenversiegelung und die intensive Nutzung von Flächen zusätzlich verschärft wird. Gleichzeitig verkürzt die Hitze die Blütezeit vieler Pflanzen und erschwert den sensiblen Insekten die Nahrungssuche. Dabei spielen Schmetterlinge eine zentrale Rolle als Bestäuber und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer Nahrungsmittelproduktion.

Als kurzfristige Lösungen empfiehlt die Naturschutzorganisation im eigenen Garten oder am Balkon Tränken für Vögel, Insekten und Säugetiere aufzustellen. Weitere Tipps, um Wildtieren bei Hitze zu helfen hier.

Bilder hier.

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Lara Hocek
Pressesprecherin, WWF Österreich

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