Juli-Abflüsse an 90 Prozent der Pegel-Messstellen sehr niedrig – Burgenland, Vorarlberg und Niederösterreich besonders betroffen – WWF fordert mehr Gewässerschutz und Renaturierung
WWF: Anhaltende Hitzewelle belastet Wildtiere
Die Naturschutzorganisation WWF Österreich warnt vor den Folgen der anhaltenden Rekord-Hitze für Wildtiere. „Die anhaltende Hitze lässt mehr Lebensräume als sonst für Fische, Insekten und Amphibien verschwinden. Wenn Pfützen und Tümpel versiegen, geht außerdem wertvolles Trinkwasser für sie verloren”, sagt WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler.
Der WWF fordert daher umgehend wirksame Maßnahmen, um den Verlust von Wasser in der Landschaft zu vermeiden: „Neben funktionierenden Ökosystemen braucht es Weitblick und einen sparsamen Umgang mit Wasser. Wir brauchen mehr Maßnahmen zum Wasserrückhalt in der Landschaft, weniger Bodenversiegelung und konsequente Renaturierung”, sagt Christian Pichler vom WWF. Die Entwicklung sogenannter Schwammlandschaften, die Wasser in der Fläche halten, unterstützt zusätzlich. Es braucht mehr Feuchtgebiete und Flussrenaturierungen, während die Bodenversiegelung auf ein Minimum reduziert wird. Fördermaßnahmen für den Biber als Renaturierungs-Helfer können diese Schritte beschleunigen.
Jungvögel und Schmetterlinge leiden besonders
Die aktuelle Hitze sorgt so kurz nach Ende der Brutzeit für einen besonders schweren Start ins Leben für Jungvögel. Unter dem Verlust von Nahrungs- und Wasserquellen leiden auch Frösche und Kröten, die ihre Haut feucht halten müssen. Trocknen Tümpel aus, haben Laich und Kaulquappen keine Chance auf Überleben. Auch Regenwürmer ziehen sich in tiefere Erdschichten zurück, um nicht auszutrocknen. Das macht die Nahrungssuche für Amseln und Störche zu einer zusätzlichen Herausforderung.
Einige Falter- und Schmetterlingsarten geraten durch den klimabedingten Verlust geeigneter Lebensräume zunehmend unter Druck. Anhaltende Hitzeperioden verstärken die Verdunstung und lassen Böden und Vegetation austrocknen – ein Problem, das durch Bodenversiegelung und die intensive Nutzung von Flächen zusätzlich verschärft wird. Gleichzeitig verkürzt die Hitze die Blütezeit vieler Pflanzen und erschwert den sensiblen Insekten die Nahrungssuche. Dabei spielen Schmetterlinge eine zentrale Rolle als Bestäuber und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unserer Nahrungsmittelproduktion.
Als kurzfristige Lösungen empfiehlt die Naturschutzorganisation im eigenen Garten oder am Balkon Tränken für Vögel, Insekten und Säugetiere aufzustellen. Weitere Tipps, um Wildtieren bei Hitze zu helfen hier.
Bilder hier.
News
Aktuelle Beiträge
Toni Innauer wirbt für den Lech als „Fluss des Jahres“
Tiroler Wildfluss steht beim österreichweiten WWF-Voting zur Wahl – Olympiasieger mobilisiert für den Schutz der letzten naturnahen Flusslandschaften
Klimakrise als Brandbeschleuniger: WWF fordert mehr Tempo bei Waldumbau
Klimakrise erhöht Waldbrandgefahr in Österreich dramatisch – Monokulturen besonders anfällig – WWF fordert Stärkung der Wasserspeicher-Funktion naturnaher Wälder durch “Schwammwald-Offensive”
Good News: Nashorn-Wilderei in Namibia geht zurück
In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
Tag des Tigers: WWF ortet Licht und Schatten beim Schutz der bedrohten Großkatzen
Nur mehr 5.500 wilde Tiger weltweit – Wilderei und illegaler Handel weitgehend ungestraft – Verlagerung von Handel mit Tiger-Präparaten ins Internet – Neue Schätzungen aus Nepal und China geben Hoffnung
WWF: Europas Meere in dramatischem Zustand – EU muss endlich handeln
Bericht zeigt alarmierende Entwicklung: Artensterben, Klimakrise und Verschmutzung setzen europäischen Meeren massiv zu – WWF fordert verbindlichen Meeresschutz im EU Ocean Act
Wasserkrise und Tiersterben: WWF fordert Krisengipfel zur Rettung der Unteren Lobau
Bürgermeister, Umweltstadträtin und Umweltminister sollen Sofortmaßnahmen gegen die Wasserkrise vereinbaren – Weiteres Zuschauen wäre völlig verantwortungslos
Tiefsee in Gefahr: Staaten entscheiden über Moratorium für Rohstoffabbau am Meeresgrund
Vollversammlung der internationalen Meeresbodenbehörde startet am Montag in Jamaika – Massiver Druck könnte Moratorium gefährden – WWF fordert das Verhindern einer Umweltkatastrophe
Vorarlberg – WWF kritisiert geplante Bibertötungen scharf
Neue Verordnung soll Tötung von bis zu 32 Tieren jährlich ermöglichen – Naturschutzorganisation fordert Vorrang für Prävention und unabhängige Einzelfallprüfung










