Geplante Erweiterung in Kronstorf verschärft Druck auf Böden und Wasser der Region – WWF verlangt volle Transparenz und verbindliche Auflagen von Landesregierung
WWF: Atomenergie und Erdgas haben im Green Deal nichts verloren
Neues Gutachten zeigt: Atomenergie kann nicht als nachhaltig eingestuft werden – Allianz aus 150 Organisationen fordert auch Stopp bei fossilem Gas
„Atomenergie ist nicht zukunftsfähig und hat daher auch im Green Deal nichts verloren. Die Bundesregierung muss jetzt dringend eine EU-weite Allianz für eine komplett klima- und naturverträgliche Taxonomie zimmern. Weder Atomkraft noch Erdgas dürfen als nachhaltige Investitionen eingestuft werden“, fordert Erika Singer, Expertin für Sustainable Finance beim WWF Österreich. Das heute veröffentlichte Gutachten der renommierten internationalen Rechtsanwaltskanzlei REDEKER SELLNER DAHS kommt zum Schluss, dass eine Aufnahme von Atomenergie in die EU-Taxonomie-Verordnung rechtlich nicht gedeckt wäre.
Offener Brief gegen Schlupfloch für fossiles Gas
In der so genannten Taxonomie-Verordnung legt die EU fest, welche Investitionen als ökologisch und nachhaltig gelten. In der ersten Fassung waren Atomenergie und Erdgas ausgeklammert worden. Auch die Erdgas-Lobby versucht deshalb hinter den Kulissen, den Klimaschutz zu sabotieren: Fossiles Gas soll demnach in bestimmten Fällen ebenfalls als „Grün“ im Sinne der Taxonomie-Verordnung für nachhaltige Investitionen akzeptiert werden. Gegen dieses Greenwashing macht nun eine Allianz des WWF gemeinsam mit rund 150 weiteren Organisationen mobil. In einem heute publizierten offenen Brief an die Europäische Kommission und das EU-Parlament fordern sie einen Stopp jeglicher Investitionen in fossile Brennstoffe. „Der jüngste Bericht der Internationalen Energieagentur zeigt klar, dass wir nur mit einer raschen Abkehr von fossiler Energie unsere Klimaziele erreichen können. Daher darf die europäische Politik auch beim Erdgas keinen Kniefall vor der Fossil-Lobby machen“, bekräftigt Erika Singer vom WWF.
Erdgas gehört weltweit zu den größten Klimakillern und ist allein in Österreich für 20 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Besonders fatal sind die Folgen von Methan, einem hochwirksamen Treibhausgas, das bei der Gasförderung freigesetzt wird.
News
Aktuelle Beiträge
WWF zur Roten Liste: Artensterben reicht von der Tiefsee bis in die Wüste
Neue Daten zeigen Bedrohung durch Tiefseebergbau, Industrieprojekte und invasive Arten – WWF fordert mehr Schutzgebiete und Stopp für riskante Naturzerstörung
Tiefseebergbau gefährdet globale Sicherheit, Klima und Artenvielfalt – WWF fordert Moratorium
Internationale Konferenz berät über Abbau von seltenen Rohstoffen in der Tiefsee Ende Juli – Neue Studie beschreibt globale Negativ-Folgen durch Zerstörung artenreicher Tiefsee-Lebensräume – WWF fordert Stopp der Abbaupläne
WWF warnt: Viele Flüsse gehen mit Niedrigwasser in den Hochsommer
An rund 85 Prozent der Pegel lagen die Juni-Abflüsse unter dem langjährigen Mittel – Hohe Wassertemperaturen verschärfen Lage für Fische und Gewässerlebensräume
WWF warnt vor Tabubruch im Lech-Schutzgebiet
Wasser aus intaktem Namloserbach im Natura-2000-Gebiet soll großteils abgeleitet werden – WWF sieht Genehmigungsfähigkeit höchst fraglich und fordert E-Werke Reutte zum Abbruch der Planungen auf
Tiwag-Gehälter: WWF fordert neue Strategie für Landeskonzern
Debatte über millionenschwere Vorstandsbezüge zeigt großen Reformbedarf bei Transparenz, Gemeinwohl und Naturverträglichkeit
Invasive Arten im Mittelmeer: WWF warnt vor Folgen für Artenvielfalt, Fischerei und Tourismus
Hasenkopf-Kugelfisch, Rotfeuerfisch, blaue Schwimmkrabbe & Co. bedrohen Mittelmeer-Lebensraum – WWF fordert: Natürliche Feinde wie Haie, Rochen und Oktopusse besser schützen; Überfischung stoppen; Meeresschutz ausweiten
WWF-Analyse: Untere Lobau fehlt im Renaturierungsatlas für Gewässer
Ausgerechnet eines der wichtigsten Sanierungsgebiete im Nationalpark Donau-Auen ist bisher nicht ausgewiesen – WWF sieht kritische Lücke und fordert Nachmeldung durch Wien und Niederösterreich beim Umweltministerium
Rekordtemperaturen, Massentourismus, Überfischung: WWF fordert 5-Punkte-Schutzpaket für das Mittelmeer
Umweltschutzorganisation macht auf dramatischen Zustand des Mittelmeers aufmerksam – Konkrete Maßnahmen gegen Plastikverschmutzung, Überfischung, intensive Schifffahrt und Artensterben gefordert










