Die vom Aussterben bedrohte Vogelart erholt sich: 2026 ist der Bestand in Neuseeland so hoch, wie seit bereits 75 Jahren nicht mehr.
WWF begrüßt die Abweisung des Kraftwerkprojekts am Kalserbach in Osttirol

Die Naturschutzorganisation WWF Österreich begrüßt die Entscheidung der Tiroler Landesregierung, die Kraftwerkspläne am Osttiroler Kalserbach – einem Zubringerfluss der Isel – naturschutzrechtlich abzulehnen. „Die Absage an die hoch problematischen Kraftwerkspläne am Kalserbach bestätigt die hohe ökologische Bedeutung des Isel-Gletschersystems. Diese Entscheidung ist besonders in Zeiten der Klimakrise und Biodiversitätskrise ein wichtiges Zeichen, dass eine Zunahme an erneuerbarer Energie nicht auf Kosten der Natur gehen darf”, sagt Bettina Urbanek, Gewässerschutz-Expertin beim WWF Österreich. „Ein nächster konsequenter Schritt sind jetzt ein besserer Schutz für den Kalserbach und die anderen Flüsse des Isel-Gletscherflusssystems sowie ökologische Verbesserungsmaßnahmen für das einmalige Gletscherflussgebiet. Es braucht auch konkrete Festlegungen von Schutzgütern, Schutzzielen und Haltungsmaßnahmen für das Naturschutzgebiet.”
Der Kraftwerksbau würde eine erhebliche Beeinträchtigung und Verschlechterung des Natura-2000-Gebietes “Osttiroler Gletscherflüsse Isel, Schwarzach und Kalserbach” mitsamt der gefährdeten Pflanzenart Deutsche Tamariske bedeuten. Die negativen Auswirkungen des Kraftwerks widersprechen weiters den Zielen der FFH-Richtlinie, natürliche Lebensräume und wildlebende Tier- und Pflanzenarten von gemeinschaftlichem Interesse zu bewahren oder wiederherzustellen.
Hintergrund: Die Naturräumliche Bedeutung
Das Iselgebiet zählt neben dem Tiroler Lech und dem Tagliamento in Oberitalien zu den letzten drei Gebieten im Ostalpenraum, in denen die Ufertamariske noch in hoher Anzahl vorkommt. Überall sonst ist dieser vom Aussterben bedrohte und streng geschützte Strauch bereits bis auf verstreute Einzelvorkommen verschwunden. Dazu kommen weitere geschützte und gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die in der natürlichen Wildflusslandschaft des Isel-Systems zuhause sind: etwa Fischarten wie die Koppe, der Huchen oder die Äsche, Vogelarten wie der Uferläufer und der Regenpfeifer, aber auch Fledermäuse wie die europaweit gefährdete Kleine Hufeisennase. An der internationalen Bedeutung des Gebietes für den Naturschutz besteht kein Zweifel.
Fotos von der Isel zum Download gibt es hier.
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