Google-Ausbau: WWF fordert rasche Reparatur des UVP-Gesetzes
Neue Zahlen: Möglicher Stromverbrauch entspricht fast einem Drittel des Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich – Gesamter Ausbau muss Umweltprüfung durchlaufen – Stromhunger darf nicht auf Natur abgewälzt werden
WWF EARTH HOUR 2020: „Licht aus“ für mehr Klimaschutz und Artenvielfalt in Österreich
Am Samstag, den 28. März 2020, heißt es wieder „Licht aus“ für den Klimaschutz. Die von der Umweltschutzorganisation WWF ausgerufene EARTH HOUR findet weltweit bereits zum vierzehnten Mal statt, um ein starkes globales Zeichen für mehr Klima- und Artenschutz zu setzen. In Österreich ist es um 20:30 Uhr so weit: Zahlreiche Städte und Gemeinden, Sehenswürdigkeiten und Unternehmen drehen für eine Stunde ihre Lichter ab, um symbolisch auf die Folgen der Klimakrise und das damit verbundene Artensterben aufmerksam zu machen. „Die Folgen der Klimakrise werden immer sichtbarer, gesundheitsschädlicher und teurer: Unsere Gletscher verschwinden, Äcker und Wälder vertrocknen, Hitzewellen und Dürre belasten Mensch und Natur. Die EARTH HOUR ist ein symbolischer Weckruf für die Gesellschaft, aber vor allem auch für die Politik, jetzt zu handeln“, sagt WWF-Programmleiterin Hanna Simons.
Denn die Wissenschaft ist sich einig: Wenn es nicht gelingt, die Erderhitzung auf 1,5°C zu begrenzen, drohen katastrophale Konsequenzen für Menschen und Natur. Weltweit sind laut den Vereinten Nationen bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten bedroht. „Die Klimakrise ist die größte Bedrohung für unseren lebendigen Planeten. Und dennoch zögert die Politik beim Natur- und Klimaschutz. Zögert bei konkreten Maßnahmen und der Erhöhung der Klimaziele, die derzeit nicht kompatibel mit dem Pariser Abkommen sind“, kritisiert Simons. „Daher brauchen wir einen breiten Schulterschluss gegen die Klimakrise und den Verlust der Artenvielfalt – einen weltweiten Naturschutzpakt nach dem Vorbild des Pariser Klimavertrages, einen New Deal for Nature and People,“ appelliert Simons an die Politik.
Breite Unterstützung von Gemeinden, Institutionen & Unternehmen in ganz Österreich
Erste Zusagen für die EARTH HOUR 2020 kamen bereits aus Wien, Klagenfurt, Bregenz und St. Pölten. Sehenswürdigkeiten und wichtige Gebäude wie das Bundeskanzleramt, Schönbrunn, die Ars Electronica, das Parlament oder das Wiener Rathaus nehmen teil. Außerdem bekennen sich viele weitere Städte, Gemeinden und Unternehmen aktiv zum Schutz unseres Klimas und verdunkeln als Symbol dafür ihre wichtigsten Gebäude. Infos zur Teilnahme: www.wwf.at/earthhour
Über die Earth Hour
Das erste Licht ging 2007 im australischen Sydney aus. Das damals kleine Signal als Symbol für den Klimaschutz wurde über die Jahre zu einer globalen Bewegung. Im Vorjahr beteiligten sich insgesamt 188 Länder an der EARTH HOUR. Tausende berühmte Wahrzeichen schalteten für eine Stunde ihre Lichter ab, darunter auch die Oper in Sydney, der Big Ben in London, das Empire State Building in New York, die Pyramiden in Ägypten und der Eiffel Turm in Paris. Die schönsten Impressionen aus dem Vorjahr finden Sie hier: https://www.wwf.at/earth-hour-bilder-2019
Bilder zur redaktionellen Verwendung finden Sie hier zum Download, Copyright Infos im Dateinamen: https://we.tl/t-iwg6n8LDHg
Rückfragehinweis:
Mag.a (FH) Julia Preinerstorfer, MA
WWF-Pressesprecherin
Mobil: +43 676 834 88 240
E-Mail: julia.preinerstorfer@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Huchensterben in der Ybbs: WWF warnt vor tödlichen Wanderhindernissen
Fotos zeigen stark gefährdete Fische vor Kraftwerksbarrieren – WWF fordert funktionsfähige Fischaufstiege und durchgängige Flüsse als Schutz vor zunehmender Hitze
WWF-Erfolg: Tiwag muss Gefahrenanalysen herausgeben
Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gibt dem WWF recht: Die Tiwag muss wichtige Dokumente rund um den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal herausgeben. Dazu zählen auch Flutwellenberechnungen und Gefahrenszenarien.
WWF-Untersuchung: Wildfluss-Heuschrecken am Tiroler Inn verschwunden
Drei stark gefährdete Arten nur noch am Zubringer Ötztaler Ache nachweisbar – Flussverbauungen und Wasserableitungen setzen letzte Lebensräume unter Druck – WWF fordert großflächige Renaturierungen
WWF: Gericht verpflichtet Tiwag zur Herausgabe von Gefahrenanalysen
Landesverwaltungsgericht gibt WWF recht: Landesenergiekonzern muss Untersuchungen zu klimabedingten Naturgefahren, Flutwellenberechnungen, Alarmpläne und Gefahrenszenarien zum Gepatsch-Speicher herausgeben
Google-Rechenzentrum ohne UVP: WWF fordert rasche Gesetzesreform
Rechenzentren als eigenen Tatbestand im UVP-Gesetz verankern – Umweltorganisation verlangt Gesamtprüfung und strenge Umweltauflagen für Google-Ausbau in Kronstorf
Good News: Mehr Luchse in den Südostalpen
Im Dreiländereck Italien-Slowenien-Österreich beobachten wir einen Anstieg der Luchspopulation. Eine schöne Bestätigung für den grenzüberschreitenden Artenschutz!
WWF-Studie: Massiv gefährdete Donaustöre beinahe täglich Opfer von Wildtierkriminalität
In zehn Jahren über 3.300 Störe in der Unteren Donau illegal getötet – WWF warnt vor Kollaps dieser wichtigen Vorkommen in Europa und fordert konsequentere Strafverfolgung
WWF zum Tag der Haie: 80 Arten leben im Mittelmeer – und brauchen besseren Schutz
Über 60 Prozent der Hai- und Rochenarten im Mittelmeer sind bedroht – Überfischung und Verschmutzung als Ursache – Haifleisch oft versteckt auf Touristenmenüs – WWF ruft zu Vorsicht beim Fischkonsum auf und fordert strengere Kontrollen der Fischerei













