EU-Kommission kündigt Überprüfung zentraler Naturschutz-Richtlinien für 2027 an – WWF warnt vor leichteren Abschüssen und mehr Eingriffen in Schutzgebiete – „Wild sein ist kein Verbrechen“
WWF: Einigung bei Ökostromgesetz ist erster Schritt in die richtige Richtung
Wien, 29. Juni 2017. Die Umweltorganisation WWF sieht in der nächtlichen Einigung der Politik zur Novelle des Ökostromgesetzes einen Schritt in die richtige Richtung. „Die nächsten Ausbauschritte werden damit ermöglicht, der drohende Stillstand wurde damit in letzter Sekunde abgewendet“, so Karl Schellmann, Energie- und Klimaschutzreferent des WWF. Eine echte Weiterentwicklung des Ökostromgesetzes muss sich aus der Sicht des WWF aber am wirklichen Ausbaubedarf einer vollständigen Energiewende mit dem Ziel einer 100 Prozent erneuerbaren Energieversorgung orientieren und auch Naturschutzkriterien für die zu fördernden Projekte enthalten.
Dafür sind bis 2030, also in gerade mal 13 Jahren, 20 Mal mehr Photovoltaikstrom als heute notwendig, die Nutzung der Sonnenwärme muss sich versieben-fachen und beim Wind braucht es vier Mal so viel Stromerzeugung. „Das kann nur durch lange vorausschauende Gesetze ermöglicht werden, die sowohl für die investierende Industrie als auch für die Konsumenten verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Unsere Berechnungen zeigen deutlich, dass so eine Energiewende möglich ist und dass gleichzeitig die wichtigsten Naturschätze Österreichs wie intakte Flüsse, Landschaften und vielfältige Wälder erhalten werden können“, so Schellmann.
Rückfragehinweis:
Mag. Gerhard Auer, WWF Pressesprecher, 0676 83488231, gerhard.auer@wwf.at
Karl Schellmann, WWF Leitung Klimaschutz & Energie, 0676 83488249, karl.schellmann@wwf.at
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