Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
WWF-Erfolg: Bienen als natürliche Elefantenwächter in Afrika
Im Westen Simbabwes, nahe des Hwange-Nationalparks, leben rund 5.000 Menschen in direkter Nachbarschaft zu einer der größten Elefantenpopulationen der Erde. Die Elefanten ziehen immer wieder auf Felder, um Nahrung zu finden – und zerstören dabei Ernten und ganze Existenzgrundlagen der lokalen Bevölkerung. In den trockeneren Jahreszeiten kommen die Tiere auch in die Dörfer, um nach Wasser zu suchen. Das kann sowohl für die Menschen als auch die Tiere gefährlich werden. Doch ungewöhnliche Helfer können dieses Problem lösen: Bienen.
Denn obwohl Elefanten riesig und als „Dickhäuter“ bekannt sind, fürchten sie sich vor den kleinen Bienen. Besonders an empfindlichen Stellen wie an den Ohren, Augen und am Rüssel schmerzen die Stiche. Deshalb meiden Elefanten Gebiete, in denen Bienenstöcke stehen. Landwirt:innen in Simbabwe haben gelernt, diese Schwäche des Elefanten zu nutzen und ihre Felder mit Bienenstöcken zu sichern – eine effektive Barriere gegen die Elefanten, die so nicht mit ihrem Leben bezahlen müssen. Die Bienenstöcke sind mit Draht verbunden, der zu schwingen beginnt, wenn ein Elefant zu nahekommt. Die Bewegung sorgt dafür, dass die Bienen ausschwärmen und beim Elefanten für Angst und Schrecken sorgen.
Das WWF-Programm Forest Landscape Restoration (FLR) fördert die Imkerei vor Ort – einerseits als Schutzmaßnahme gegen Elefanten, aber andererseits auch als Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung. Denn während der Dürre ist Honigverkauf eine wichtige Lebensgrundlage.
Auch in Tansania konnte das Prinzip erfolgreich angewandt werden: Auf einer Länge von zwei Kilometern stellte der WWF dort gemeinsam mit den Einwohner:innen von Tinga Tinga 200 Bienenstöcke auf. Der natürliche Zaun aus Bienenstöcken sichert nun 1.640 Hektar Ackerland vor Elefanten. Ein schönes Beispiel dafür, wie Artenschutz für alle Beteiligten eine echte Win-win-Situation sein kann!
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