Spektakuläre Aufnahmen zeigen Leopardensprung über Grenzzaun – Hoffnung für eine bedrohte Art – WWF Österreich setzt sich zum Arterhalt im Kaukasus ein – Internationaler Tag des Leoparden am 3. Mai
WWF: Freie Fließstrecke am Inn ist erster Schritt in die richtige Richtung
Innsbruck – 27. Juni 2018. Der Tiroler Regierungsbeschluss für eine freie Fließstrecke am Inn ist ein großer Erfolg für den Naturschutz, hätte aber viel ambitionierter ausfallen müssen. „Leider löst die Politik ihr Versprechen nur halbherzig ein. Denn der Inn müsste noch deutlich besser geschützt werden”, sagt Christoph Walder, WWF-Bereichsleiter Naturschutz. “Erstens war ursprünglich eine längere Schutzstrecke bis Kirchbichl angekündigt. Zweitens ist die jetzt vorgesehene Befristung auf 20 Jahre skurril. Das wäre so als ob das Goldene Dachl nur befristet unter Denkmalschutz gestellt wird“, so Walder. Der WWF hält eine freie Fließstrecke von 150 Kilometer für schutzbedürftig und nicht nur die aktuell paktierten 80 Kilometer von Haiming bis Rotholz.
Zusätzlich zur Verordnung zur freien Fließstrecke hat die Landesregierung auch die Ausarbeitung eines Regionalprogramms für den 22 Kilometer langen Bereich zwischen Rotholz und Kirchbichl angekündigt. Darin enthalten sind Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit sowie Hochwasserschutzmaßnahmen am Inn. „Die Beschränkung eines Regionalprogramms auf nur 22 Kilometer verdient den Namen nicht und fällt hinter bisherige Regierungsbeschlüsse zurück. Ein lebendiger Inn braucht auch lebendige Zuflüsse“, erinnert Christoph Walder. Der WWF fordert seit Jahren die Erstellung eines umfassenden Regionalprogramms für das ganze Untere Inntal.
Österreichs Flüsse und Bäche werden im Durchschnitt alle 600 Meter durch Querbauwerke unterbrochen. Über 5.000 Wasserkraftwerke zerschneiden oder beeinträchtigen die Ökosysteme unserer Fließgewässer. Die 150 km des Tiroler Inn zwischen dem Kraftwerk Prutz und dem Kraftwerk Kirchbichl sind die mit Abstand längste freie Fließstrecke der Republik. Mit der Ausweisung als ‚hochwertige Gewässerstrecke‘ bietet sich laut WWF die Chance, den Inn wieder zu einer starken Lebensader für Mensch und Natur zu machen.
Rückfragehinweis:
Christoph Walder, Bereichsleiter Naturschutz des WWF Österreich, +43 676 9255430, christoph.walder@wwf.at
Vincent Sufiyan, Pressesprecher WWF Österreich, +43 676 83488 308, vincent.sufiyan@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF fordert „Schwammwald-Paket“ gegen zunehmende Trockenheit
Wasserspeicher-Funktion der heimischen Wälder stark belastet – Folgen der Klimakrise machen sich immer stärker bemerkbar
Neuer Bericht: Waldzerstörung trotz Rückgang auf alarmierendem Niveau
2030-Ziel außer Reichweite – WWF fordert Waldschutzpaket und entwaldungsfreie Lieferketten
WWF: Bodenverbrauch in Österreich 2025 gestiegen
7,7 Hektar pro Tag – Politisches Ziel deutlich überschritten – „Boden-Budget“ bereits Ende April erschöpft – WWF fordert Maßnahmen gegen fortschreitende Verbauung
Budget: WWF fordert Wasserzins nach Schweizer Vorbild
Österreichisches Modell könnte rund 685 Millionen Euro jährlich für Budget bringen – Einnahmen sollen zweckgebunden in Gewässerschutz, Renaturierung und Energiesparmaßnahmen fließen
WWF: Salzburger Wolf-Verordnung verstößt gegen EU-Recht
Naturschutzorganisation warnt vor Gefährdung des Artenschutzes und erheblichem Tierleid – Rückzug der Verordnung aufgrund zahlreicher Mängel gefordert
WWF-Analyse zeigt dramatische Unterfinanzierung des Naturschutzes
Finanzierungslücke von fast einer Milliarde Euro beim Schutz der Biodiversität – Nur 30 Prozent des Bedarfs gedeckt – WWF und Wissenschaft fordern Kurswechsel bei Budget-Entscheidungen
WWF-Erfolg: Durchbruch bei Renaturierung an der Mur
Der WWF hat drei große Renaturierungsmaßnahmen in Slowenien erfolgreich abgeschlossen – mit spürbaren Effekten bis nach Österreich. Davon profitieren zahlreiche Arten wie Eisvögel und Uferschwalben.
WWF kritisiert Österreich-Vorstoß zur Lockerung von EU-Umweltauflagen
Kritik an Vorpreschen der Bundesregierung bei Deregulierung – Natur- und Artenschutz-Richtlinien wichtiges Schutzschild für Biodiversität und Klima













