Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft gemeinsam mit WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides zur Teilnahme an der globalen Klima- und Naturschutz-Aktion auf
WWF: Größte Bank der Welt stoppt Subventionen für Kohlekraftwerke
Brüssel/Wien, 24. Juli 2013 – Der WWF begrüßt die Entscheidung der größten internationalen Finanzinstitution, der Europäischen Investment Bank (EIB), ihre Investitionen für Kohle- und Braunkohlekraftwerke auslaufen zu lassen. Nach der historischen Entscheidung der Weltbank von letzter Woche Energie aus Kohle nur mehr in Ausnahmefällen zu finanzieren, ist dies ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gegen die globale Erderwärmung. „Es ist Zeit, dass auch andere Finanzinstitutionen diesen Beispielen folgen und die Wende zu den Erneuerbaren Energien verwirklichen“, so der WWF. Der österreichische WWF-Energieexperte Karl Schellmann kritisiert, dass fast die Hälfte der EIB-Investitionen in Österreich bisher in fossile Energieprojekte geflossen ist. „Bei der Finanzierung zukünftiger Projekte in Österreich muss der Schwerpunkt nun auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz liegen“, so Schellmann.
Der WWF weist darauf hin, dass noch weitere Maßnahmen folgen müssen um unter einem Temperaturanstieg in Europa von zwei Grad Celsius zu bleiben. Der WWF ruft die EIB auf, alle finanziellen Unterstützungen für Kraftwerke zu stoppen, die auf fossilen Energieträgern beruhen. „Kohle ist die schmutzigste fossile Energie, die auch ganze Regionen verschmutzt und die Gesundheit der Menschen bedroht. Nun muss auch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) dem Beispiel der EIB folgen“, so Sebastien Godinot vom Europäischen WWF-Büro. Die EBRD präsentiert morgen in London ihre Strategie zur Finanzierung des Energiesektors.
Die EIB investierte 70 Milliarden Euro in langfristige Energieprojekte im Lauf der letzten fünf Jahre. Der WWF fordert auch von der EIB, dass die Emissionsgrenzen für alle weiteren fossilen Kraftwerke in der EU gesenkt werden, wenn sie in den nächsten Jahren gefördert werden wollen. Ebenso braucht es messbare Finanzziele für die Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. „Das wäre ein klares Signal für Investoren und die Industrie“, so Jason Anderson vom Europäischen WWF-Büro in Brüssel.
Im Rahmen der weltweiten WWF-Kampagne „Seize Your Power“ ruft der WWF alle Finanzinstitutionen auf die Investitionen für die Förderung von Erneuerbaren Energien zu erhöhen und die Kredite für fossile Energieträger zurückzuschrauben. „Es braucht einen drastischen Wandel um dem Klimawandel wirksam zu begegnen“, so Anderson.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, Pressesprecher WWF, Tel. 01-48817-231, Email: franko.petri@wwf.at .
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
WWF-Klimaschutz-Monitor: Schlechte Klimapolitik wird zum Milliardenrisiko
Analyse nach erstem Jahr der Dreier-Koalition zeigt große Defizite – Bundesregierung verspielt Erreichen der Klimaziele und erzeugt Milliardenrisiken für Budget – WWF fordert Kurskorrektur
Bundesregierung: Erstes Bodenschutz-Zeugnis zeigt große Defizite
WWF-Bodenschutz-Monitor 2026 veröffentlicht: Ein Jahr nach Regierungsstart prägen Stillstand und Rückschritte die Bodenpolitik – Widmungsabgabe als positive Ausnahme
Video: Animation zeigt Klimarisiken im Kaunertal
Eine ZDF-Animation zeigt, was passieren könnte, wenn ein Felssturz den Gepatsch-Stausee trifft.
Notruf vom Nordpol: WWF warnt vor zunehmenden Gefahren für die arktische Tierwelt
Eisbären, Walrosse und Ringelrobben leiden unter Klimakrise und Öl-Industrie – WWF fordert konsequenten Ausstieg aus fossiler Energie und wirksam geschützte Rückzugsräume
Good News: Seltene Gorilla-Zwillinge im Virunga-Nationalpark geboren
Seltene Neuigkeiten aus dem Virunga-Nationalpark: Gorillaweibchen Mafuko hat Zwillinge bekommen!
„Achtung Gefahr“: WWF protestiert mit 20-Meter-Banner gegen Kaunertal-Ausbau
Massive Gefahren für Bevölkerung und Natur weiterhin ungeklärt – UVP-Unterlagen „skandalös unvollständig“ – WWF macht mit Riesen-Banner auf Sicherheitsrisiken aufmerksam
Nach Massen-Fischsterben: WWF fordert Wasser-Rettungspaket für Untere Lobau
Naturschutzorganisation: Langjähriger Wassermangel wirkt sich in niederschlagsarmen und kälteren Wintern besonders fatal für Fische aus – Stadt Wien sollte rasch mit Gegenmaßnahmen starten
WWF-Erfolg: Wisente erfolgreich im Kaukasus ausgewildert
Es war der Start eines großen Abenteuers für 18 Wisente: Die Tiere konnten erfolgreich im Kaukasus ausgewildert werden und somit in ihre Heimat zurückkehren. Darunter auch Ina, eine selbstbewusste und forsche Kuh aus Innsbruck.













