Folgen der Klimakrise sorgen für Schäden in Millionenhöhe – Umweltschutzorganisation fordert konsequenten Klimaschutz und wirksame Klimawandelanpassung statt reiner Symptombekämpfung
WWF: Grüne Investments sind gut für die Umwelt und fürs Börserl
Presseaussendung
Wien, 10. April 2015 – Am 19. April 2015 jährt sich der Weltfondstag. Ein guter Zeitpunkt also, um sich Investments und deren Auswirkungen näher anzusehen:
Entweder-oder – so lautete viele Jahre lang die Devise bei Investments. Anleger sollten sich zwischen Rendite und Nachhaltigkeit entscheiden. Doch die aktuelle Entwicklung hat viele Kritiker eines Besseren belehrt. Investments in Kohleminenbetreiber waren in den letzten Jahren eines der schlechtesten Geschäfte. Der Dow Jones U.S. Coal Index beispielsweise verlor in den letzten drei Jahren 60 Prozent seines Wertes, so manche Minenbetreiber sogar über 90 Prozent. Ein enormer finanzieller Verlust, ganz zu schweigen von den unfassbaren Zerstörungen an Klima und Umwelt, die die Förderung von unnachhaltig agierenden Unternehmen mit sich bringt. Und das obwohl Investmentfonds die beispielsweise in Erneuerbare Energien investieren regelmäßig satte Gewinne einfahren.
Laut Forum Nachhaltiger Geldanlagen betrug der Anteil von nachhaltig gemanagtem Geld im Jahr 2014 4,5 Prozent. Österreich nimmt im Vergleich mit Deutschland und der Schweiz eine Vorreiterrolle ein, aber noch immer werden Milliarden in unnachhaltige Industrien gesteckt. Harald Ertl, Sustainable Finance Officer beim WWF Österreich dazu: „Sowohl Großinvestoren wie Staaten, Banken und Pensionskassen aber auch Einzelpersonen müssen endlich umdenken. Es ist ganz einfach: mit meinem Geld kann ich die Zukunft gestalten und entscheiden, ob ich eine intakte Umwelt oder lieber die Zerstörung des Planeten fördern möchte.“
Die Berücksichtigung von umwelt- und sozialen Aspekten in der Kapitalanlage führt langfristig zu besseren Anlageergebnissen. Außerdem hätte man damit vielleicht sogar wirtschaftliche Desaster verhindern können. Denn Schieflagen von Banken wegen zu hohen Krediten an nicht nachhaltig wirtschaftende Staaten oder Banken wie der Hypo Alpe Adria wären so gar nicht in diesem Ausmaß entstanden.
Die ERSTE WWF Ökofonds
Seit 2006 betreiben der WWF Österreich und die ERSTE-SPARINVEST den ERSTE WWF STOCK UMWELT, einen Aktienfonds der weltweit in Unternehmen im Bereich Umwelttechnologie investiert. Im Vordergrund stehen die Themen Wasseraufbereitung und -versorgung, Recycling und Abfallwirtschaft, Erneuerbare Energie, Energie-Effizienz und Mobilität. 2007 wurde die Zusammenarbeit auf einen zweiten Fonds ausgedehnt. Der ERSTE WWF STOCK CLIMATE CHANGE investiert in Aktien von Unternehmen, die zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen. Die Konzentration liegt auf Unternehmen der Solar- und Windkraftbranche. Für beide Fonds gelten strenge branchen- und produktbezogene Ausschlusskriterien, u.a. die Kern- und Gentechnologie, die Rüstungsindustrie, fossile Energieträger sowie Unternehmen, die Kinderarbeit dulden und Menschen diskriminieren. Ein eigens für die beiden Fonds gegründeter unabhängiger Umweltbeirat aus Spezialisten und WWF-Experten berät das Fondsmanagement und überprüft die Einhaltung der Anlagekriterien bei der Titelauswahl.
Rückfragehinweis und weitere Informationen:
Theresa Gral MA, WWF Pressesprecherin, Tel. +43-1-48817-216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at oder
online unter: https://www.wwf.at/de/oekofonds/
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