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WWF-Jugendinitiative setzt sich im Lechtal für den Erhalt lebendiger Flüsse ein
Lech am 12. Juli 2019. Mit einer 14-tägigen Flusswanderung quer durch das Lechtal will die Jugendinitiative Generation Earth das Bewusstsein für die wichtige Rolle intakter Flüsse schärfen und zugleich Einblicke in die Naturschutzpraxis bieten. Beim Riverwalk finden zum bereits sechsten Mal engagierte junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren zusammen, um neben dem Erlebnis in der freien Natur das eigene Wissen zu erweitern. „Die Ausweisung des Tiroler Lech zum Natura 2000-Gebiet vor knapp 15 Jahren gilt bis heute als Meilenstein des heimischen Naturschutzes. Intakte, frei fließende Flüsse sind leider zu einer Seltenheit geworden. Daher wollen wir mit unserer Wanderung auch ein Zeichen setzen für besseren Gewässerschutz in Österreich“, sagt Nadine Schüberl, Generation Earth-Mitglied und Teil der Wandergruppe.
Den Startpunkt des Riverwalk 2019 markiert der „Big Jump“ am 14. Juli in Dalaas im Quellgebiet des Lech. Bei dieser länderübergreifenden Aktion springen zehntausende Menschen in ganz Europa gleichzeitig ins kühle Nass, um von den politischen Verantwortlichen mehr Einsatz für Gewässerschutz einzufordern. In Österreich sind 60 Prozent aller Flüsse in keinem guten Zustand und gelten als sanierungsbedürftig. Nur 15 Prozent sind ökologisch intakt. „Süßwasser-Ökosysteme sind unsere Lebensadern und zugleich die vom Artensterben am stärksten betroffenen Lebensräume. Dennoch hat weder die letzte, noch die aktuelle Bundesregierung die benötigten Fördermittel für Gewässersanierungen zur Verfügung gestellt und sogar die Wasserrahmenrichtlinie, das wichtigste Schutzinstrument, steht auf dem Prüfstand“, kritisiert Riverwalk-Mitorganisator Philipp Wilfinger. „Die Politik hat bei Umwelt- und Klimaproblemen viel zu lange weggesehen. Es ist nur logisch, dass nun überall auf der Welt junge Menschen für ihre Zukunft auf die Straße gehen – oder wie in unserem Fall in die Berge.“
Bei mehreren Stopps entlang der 150-Kilometer Route stoßen Expertinnen und Experten zur Wandergruppe und vermitteln ihr Know-How zur Flora und Fauna der Region, schildern Nutzungskonflikte an Flüssen und thematisieren die ökologischen Auswirkungen von Wasserkraftwerken. Dazu kommen Tipps von einem Survival Experten, Trainings im Bereich Konfliktlösung und Persönlichkeitsentwicklung sowie sportliche Aktivitäten wie Yoga, Wildwasserschwimmern und Rafting. Der Riverwalk 2019 beginnt im Lechquellengebirge in Vorarlberg. Die Route wird führt entlang des Flusses nach Tirol, durch den Nationalpark Klimm bis nach Lechbruck am See und endet schließlich jenseits der Grenze in der deutschen Lechgemeinde Burggen.
Medien-Termine:
So., 21. Juli: Riverfest am Lech, von 14.00 bis 17.00 Uhr, Naturparkhaus in Elmen
Di., 23. Juli: Gewässerschutz-Wanderung von Höfen nach Pflach mit WWF-Gewässerexpertin Bettina Urbanek
Kontakt und Rückfragen:
Vincent Sufiyan, WWF-Pressesprecher, Tel. 0676 83 488 308, E-Mail: vincent.sufiyan@wwf.at
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