660 Meter Menschenkette in Innsbruck machte Ausmaß des geplanten Tiwag-Staudamms sichtbar – Initiative „Rettet das Platzertal“ fordert Stopp des Projekts und naturverträgliche Alternativen
WWF: Kein Geld für das Reinwaschen von Naturzerstörung
Wien, Innsbruck, am 12. August 2013 – Der WWF reagiert empört auf eine Äußerung des TIWAG-Vorstandsvorsitzenden Bruno Wallnöfer in Sachen Panda-Logomissbrauch. Laut tirol.ORF.at vom Samstag, sei die TIWAG gegebenenfalls zu einer finanziellen Abgeltung für den Gebrauch des WWF-Logos in den UVP-Unterlagen für das Kraftwerk Kühtai bereit. Der WWF weist ein solches Arrangement vehement zurück: „Der WWF ist nicht käuflich!“
Vielmehr gehe es um Naturwerte und das korrekte Verhalten gegenüber einer Initiative, die im besten Wissen und Gewissen Rückbauprojekte geplant und entwickelt hat, um den Inn wieder lebendiger und zugleich sicherer zu gestalten.
WWF-Flussexperte Christoph Walder hat „der.inn-lebendig und sicher“ vor fünf Jahren mitbegründet und sagt: „Auch wenn die TIWAG offenbar glaubt, mit Geld kann man alles lösen – darum geht es uns nicht. Wir fordern von der TIWAG einen korrekten Umgang mit dem WWF und erwarten uns, dass das Inn-Rückbauprojekt sofort als Ausgleichsmaßnahme für die Realisierung des Projektes „Speicherkraftwerk Kühtai“ entfernt wird.“ Die TIWAG hätte kein Recht, die Initiative „der.inn – lebendig und sicher“ zu missbrauchen. Das hatte der WWF der TIWAG auch ausdrücklich untersagt. Sollte die TIWAG dieser Aufforderung nun immer noch nicht nachkommen, möge Landeshauptmann Günther Platter den Landesenergieversorger in die Pflicht nehmen und dafür sorgen, dass die Partnerschaft des Landes Tirol mit dem WWF entsprechend respektiert wird. „Als letzte Konsequenz muss man von Seiten der Landesregierung die von der TIWAG angebotene Ausgleichsmaßnahme im Umweltverfahren zurückweisen“, so Walder abschließend.
Rückfragehinweis:
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 01/488 17-250, E-Mail: claudia.mohl@wwf.at
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