In Namibia wurden 2025 so wenige Nashörner gewildert wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Der Rückgang um 53% zeigt, dass konsequenter Artenschutz wirkt.
WWF: Klimaschutzbericht zeigt, Österreich wird zunehmend zur klimapolitischen Wüstenlandschaft
Wien, 31.8.2017– Die Umweltorganisation WWF sieht im heute veröffentlichten Klimaschutzbericht des Umweltbundesamtes die nächste Dürreperiode für die heimische Klimapolitik. Sie fordert die Parteien auf, im Wahlkampf ernsthafte Vorschläge für einen Ausstieg aus fossilen Energien vorzulegen. „Reihenweise schaffen es Staaten, den Ausstoß von Treibhausgasemissionen zu senken, aber Österreich kommt seit mittlerweile Jahrzehnten nicht vom Fleck“, so WWF-Klimasprecher Karl Schellmann. „Wenn man den Wahlkampf verfolgt, zeichnet sich jetzt schon ab, dass sich die Tatenlosigkeit unter der nächsten Regierung fortsetzen wird. Ohne Ambition kein Erfolg. Chancen für die Wirtschaft, viele Arbeitsplätze und eine positive Zukunftsvision für die Bevölkerung gehen im Desinteresse der Politik am Klimaschutz unter.“
Die ungelösten Probleme wie mangelnde Wärmdämmung, viele Ölheizungen, niedrigere Treibstoffpreise als in den Nachbarländern, Dieselprivileg, kontraproduktive Förderungen und keine ausreichende Ausrichtung des Steuersystems auf die Erfordernisse des Klimaschutzes schlagen im Klimaschutzbericht durch. Der WWF verlangt daher, dass rasch eine ernsthafte Klima- und Energiestrategie vorgelegt wird. Ziel muss die Dekarbonisierung der gesamten Volkswirtschaft bis 2050 sein, und zentrale Maßnahmen müssen eine Ökologisierung des Steuersystems, kombiniert mit Energie-Effizienzvorschriften und gezielte Förderungen sein. „Wenn die österreichische Regierung wirklich nicht in der Lage ist, selbst eine Strategie zu formulieren, soll sie einfach die Schwedische Klima- und Energiepolitik kopieren – damit wären wir rasch oben in sämtlichen Wirtschaftsrankings, bei gleichzeitiger Senkung der CO2-Emissionen“, so Schellmann abschließend.
Rückfragehinweis:
Theresa Gral, WWF Pressesprecherin, Tel.: +43 1 48817 216, E-Mail: theresa.gral@wwf.at
Karl Schellmann, WWF- Klimasprecher, Tel.: +43 1 48817 249, E-Mail: karl.schellmann@wwf.at
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