WWF: Nationalen Klima- und Energieplan auf allen Ebenen verbessern

7. Dezember 2018 | Presse-Aussendung

Wien. Die Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF Österreich hat gemeinsam mit Klima-Fachleuten von GLOBAL 2000, Greenpeace und dem VCÖ eine aktuelle Stellungnahme zum “Entwurf des Integrierten nationalen Energie- und Klimaplans für Österreich” (NEKP) abgegeben. „Das vorgelegte Dokument ist nicht kompatibel mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und enthält keinen Weg, wie selbst die EU-Mindestvorgaben erreicht werden […]

Wien. Die Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF Österreich hat gemeinsam mit Klima-Fachleuten von GLOBAL 2000, Greenpeace und dem VCÖ eine aktuelle Stellungnahme zum “Entwurf des Integrierten nationalen Energie- und Klimaplans für Österreich” (NEKP) abgegeben. „Das vorgelegte Dokument ist nicht kompatibel mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens und enthält keinen Weg, wie selbst die EU-Mindestvorgaben erreicht werden können. Konkrete Vorschläge für substanzielle Maßnahmen und Instrumente fehlen“, sagt WWF-Klimaexpertin Lisa Plattner, eine Mitunterzeichnerin des am Freitag an Umweltministerin Elisabeth Köstinger versandten Schreibens. „So wie bisher geht es nicht weiter. Die Bundesregierung muss diesen völlig untauglichen Entwurf auf allen Ebenen verbessern. Dafür braucht es neben vielen konkreten Maßnahmen auch eine ernst gemeinte Öffentlichkeitsbeteiligung“, fordert Plattner.

Völlig unverständlich ist, warum wissenschaftliche Erkenntnisse nicht in den Entwurf des NEKP eingearbeitet werden. Dieser fällt in zentralen Punkten sogar hinter die zahnlose Klimastrategie „Mission2030“ zurück, konkrete Maßnahmen sind nicht erkennbar. „Das gesamte Steuer- und Abgabensystem muss klima-fit gemacht werden, aber gerade in dieser Hinsicht lässt die Bundesregierung bisher völlig aus“, kritisiert WWF-Expertin Plattner und fordert insbesondere eine ambitionierte ökologische Steuerreform sowie die Abschaffung von milliardenschweren kontraproduktiven Subventionen wie des Diesel-Privilegs. Zudem brauche es rasche Schritte für eine nachhaltige Mobilitätswende sowie eine umfassende Energiespar-Offensive mit konkreten Eckpunkten statt reinen Absichtserklärungen. „Ansonsten sind auch die Ausbauziele für 100 Prozent naturverträglichen Ökostrom bis 2030 nicht erreichbar“, warnt Plattner.

Die Unterzeichner der Stellungnahme halten fest, dass auch das neue Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz die Ansprüche an Klima- und Naturschutz besser als bisher miteinander verbinden muss, damit die Energiewende auch naturverträglich ist. „Daher braucht es hier zum Beispiel klare Kriterien für einen kombinierten Klima- und Naturverträglichkeits-Check“, konkretisiert Plattner. Auch die relevanten EU-Leitlinien zur Förderung von Erneuerbaren legen explizit auch auf die Einhaltung von Umweltschutzinstrumenten wie der Wasserrahmenrichtlinie Wert und führen insbesondere Einsparungen als Handlungsoption an. In diesem Sinne hält die Stellungnahme dezidiert fest: „Die Erreichung des Ziels 100 Prozent erneuerbare Energie im Strombereich bis 2030 erfordert parallel zum Ausbau Erneuerbarer Energien auch umfangreiche Energiespar-Offensiven, die von der Politik bisher nahezu völlig ignoriert bzw. nur punktuell umgesetzt werden.“

Rückfragehinweis

WWF Österreich
Vincent Sufiyan
Pressesprecher
Mobil: +43 676 834 88 308
E-Mail: vincent.sufiyan@wwf.at

Rückfragen

Hinweis: Dieser Inhalt wurde zuletzt vor mehr als einem Jahr aktualisiert. Zahlen und Fakten könnten daher nicht mehr aktuell sein. Bitte benutzen Sie die Globale Suche um aktuellere Inhalte zum Thema auf wwf.at zu finden.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

Tiger, Gorilla, Eisbär & Co brauchen jetzt Ihre Hilfe!

Leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten. Unterstützen Sie uns dabei, faszinierende Lebewesen vor dem Aussterben zu bewahren und deren Lebensräume zu erhalten.

WWF-News per E-Mail

Im WWF-Newsletter informieren wir Sie laufend über aktuelle Projekte und Erfolge: Hier bestellen!

News

Aktuelle Beiträge

ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT – Umweltfonds jetzt auch in Deutschland verfügbar

ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT – Umweltfonds jetzt auch in Deutschland verfügbar

Mit dem ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT ermöglicht die Erste Asset Management nun auch Anleger:innen in Deutschland, in globale Unternehmen zu investieren, deren Produkte und Dienstleistungen bestimmten Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Vor allem die Themenfelder Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Recycling und Abfallwirtschaft, Wasseraufbereitung und –versorgung sowie nachhaltige Mobilität werden in der Strategie des Fonds berücksichtigt. In Österreich gehen der WWF und die Erste AM bereits seit 17 Jahren einen gemeinsamen Weg. Seit 2006 erreicht der Fonds eine überzeugende Performance und bietet interessante Wachstumschancen – sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht. Anleger:innen sollten dabei aber stets die Risiken beachten, die Investments in Wertpapiere beinhalten.

mehr lesen