Erfasste Populationen seit 1970 um durchschnittlich 73 Prozent geschrumpft – Lebensraumzerstörung größte Bedrohung – Schutzmaßnahmen ermöglichen Erholung einzelner Arten + BILDER und VIDEOS
WWF: Naturschatz Lech sichern, Enteignungen verhindern!
Bregenz, am 16. März 2010 – Am morgigen 17. März findet im Bregenzer Landhaus ein Krisengespräch mit Vertretern der Alpgemeinschaften Zürs und Pazüel-Tritt und des WWF mit Agrar-Landesrat Erich Schwärzler statt. Über 100 Grundeigentümer, deren Gebirgsbäche das Wasser für den geplanten Speicher-Ausbau des Lechkraftwerks Spullersee liefern sollten, sind per Ende März von der Zwangsenteignung durch den Kraftwerksbetreiber ÖBB bedroht. Sollten die ÖBB das Recht auf Wasserentnahme erhalten, verliert die lokal wirtschaftende Alpgemeinschaft ihre Grundrechte, argumentiert Josef Nessler als Vertreter der Bauern.
"Herr Landesrat, stoppen Sie die Enteignungs-Pläne! Wir Landwirte wollen auch in Zukunft selbst über unser Wasser entscheiden!“, werden die Landwirte morgen an Erich Schwärzler, Vorstand des Vorarlberger Bauernbundes, appellieren. Das Gespräch findet zwischen 13 und 14 Uhr im Bregenzer Landhaus statt.
Trotz massiver Proteste von nationalen und internationalen Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftlern halten die ÖBB bislang an ihren Kraftwerksplänen im Einzugsgebiet des Lechflusses fest.
Dadurch droht nicht nur 100 Grundeigentümern die Zwangsenteignung, sondern auch eine massive Verschlechterung des Flussjuwels Lech: 24 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr würden dem Flusslauf durch die geplante Umleitung fehlen.
„Wir hoffen, dass Landesrat Schwärzler sich für die Bauern einsetzt und auch seine Parteifreunde in Wien darauf aufmerksam macht, dass man nicht mit derartigen demokratiepolitisch bedenklichen Mitteln vorgehen sollte!“, unterstreicht Christoph Walder vom WWF.
Rückfragehinweis:
Bauernvertreter Josef Nessler, Tel. 0664/ 1703825
Claudia Mohl, WWF-Pressesprecherin, Tel. 488 17 250, claudia.mohl@wwf.at
Rückfragen
News
Aktuelle Beiträge
Wassermangel im Herbst: Sehr niedrige Wasserführung an über 80 Prozent der Flusspegel
September-Bilanz: Massiver Wassermangel in Flüssen von Niederösterreich bis Vorarlberg – Grundwasserstände bleiben vielerorts niedrig – WWF fordert Schutzprogramm und mehr Renaturierung
„Reh umgefahren. Halb so Wild“: WWF legt Beschwerde beim Werberat ein
Naturschutzorganisation kritisiert Verharmlosung von Tierleid und fordert Rücknahme des Smile-Sujets – Werberat sollte sich als klares Signal für Werbestopp oder Sujetwechsel aussprechen
WWF kritisiert späten und lückenhaften Start des Wasser-Registers
Umweltschutzorganisation fordert raschere Umsetzung und umfangreichere Erfassung der Wassernutzung – WWF warnt vor „blinden Flecken“ im Wasserentnahme-Register
Welttierschutztag: WWF fordert Ende der Verfolgung geschützter Wildtiere
Wolfsabschüsse auf Rekordniveau, Tötungskontingente für über 1.000 Biber – WWF: Bund und Länder müssen Prävention und Artenschutz stärken
WWF zu Wolfsabschuss in Arzl: DNA-Befund weist Goldschakal nach
Neuer Landesbefund legt nahe, dass getöteter Wolf für Ziegenrisse nicht verantwortlich war – WWF fordert Aufklärung und Ende voreiliger Abschussfreigaben
Good News: Kakapos kehren nach Neuseeland zurück
Die vom Aussterben bedrohte Vogelart erholt sich: 2026 ist der Bestand in Neuseeland so hoch, wie seit bereits 75 Jahren nicht mehr.
WWF: Tiwag will Gefahrenanalysen weiter geheim halten
Energiekonzern bekämpft gerichtlich angeordnete Herausgabe vor Verfassungsgerichtshof – WWF kritisiert Geheimhaltung sicherheitsrelevanter Informationen – Unterlagen auch für Kaunertal-Ausbau relevant
WWF kritisiert zynische Werbung mit Tierleid: Versicherungsanbieter muss Kampagne stoppen
„Reh umgefahren – halb so wild“: Versicherung verharmlost Wildunfälle – WWF fordert Rücknahme des Sujets und verantwortungsvolle Werbung











