Naturschutzorganisation kritisiert Drängen auf mehr Wolfsabschüsse in Italien und Slowenien – Österreichs Schutzpflichten bleiben bestehen
WWF: Neuer Nationalpark in Peru
Lima, 30. 10. 2012 – Peru hat seit letzter Woche einen neuen Nationalpark, an dessen Verwirklichung der WWF seit langem arbeitete. Wie der WWF mitteilt, umfasst der im Norden des Landes gelegene Güeppí Sekine Park zusammen mit zwei indigenen Gemeinde-Reservaten eine Fläche von insgesamt 590.000 Hektar, was in etwa der doppelten Größe von Vorarlberg und Wien zusammen entspricht. Zusammen mit dem angrenzenden La Paya Nationalpark in Kolumbien und dem Cuyabeno Reservat in Ekuador sind sie Teil eines länderübergreifenden Schutzgebietprogramms entlang des Putumayo-Flusses mit einer Gesamtgröße von 1.6 Millionen Hektar. Das bislang unberührte Regenwaldareal zeichnet sich durch eine enorme Artenvielfalt aus. Die Umweltschutzorganisation WWF ist seit 2009 vor Ort, um das Gebiet vor Brandrodung, illegalem Holzeinschlag, Verkehrsgroßprojekten und Ölförderung zu bewahren. „Dies ist ein Glückstag für den Naturschutz und ein wichtiger Erfolg in unserer Arbeit den Regenwald Südamerikas und seine einzigartige Artenvielfalt zu schützen“, sagte WWF-Lateinamerikareferent Roberto Maldonado.
Die nahezu undurchdringlichen Urwälder rund um den Putumayo sind ein Mosaik aus Land und Fluss und Heimat von vielen unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten. Viele von ihnen sind noch gar nicht erforscht. Tapire, Brüllaffen, bunt gefiederte Aras, Jaguare, Riesenflussotter, Anakonda-Schlangen und Süßwasserdelfine sind unter anderem hier Zuhause. Zugleich ist die Region Heimat verschiedener indigener Gruppen, darunter die Völker der Kichwas, Secoyas und Huitotos, die sich zusammen mit dem WWF für die Ausweisung des Nationalparks und der Schutzgebiete stark gemacht hatten. Sie leben von der nachhaltigen Nutzung der Naturressourcen, wie dem Fischfang. Eine weitere Einnahmequelle sind einige teuer gehandelte Zierfischarten.
„In der jüngsten Vergangenheit nahmen die Stimmen zu, die forderten, dass der unproduktive Landstrich endlich Geld abwerfen müsse. Unter dem Regenwald befinden sich große Erdölreserven und dank neuer Techniken und steigender Ölpreise scheint der Abbau entlang des Putumayo zunehmend rentabel. Umso glücklicher sind wir, dass diesem für die Umwelt so gefährlichen Vorhaben nun ein Riegel vorgeschoben wurde“, sagte Maldonado. Das Regenwaldschutz-Projekt am Putumayo wird durch die Europäische Union, die Papageno Stiftung und den WWF finanziert. Mit der Ausweisung des Nationalparks und den zwei indigenen Gemeindereservaten konnte eines der wichtigsten Ziele des WWF in der Region erreicht werden.
Weitere Informationen:
MMag. Franko Petri, WWF-Pressesprecher, Tel. 01-48817-231, E-Mail: franko.petri@wwf.at.
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